🏢 Betriebliche Altersvorsorge Rechner – Entgeltumwandlung und Netto-Aufwand berechnen
Entgeltumwandlung, Netto-Aufwand & Arbeitgeberzuschuss berechnen · Betriebsrente & Freibeträge 2026
| Förderung (§ 3 Nr. 63 EStG) | pro Monat | pro Jahr |
|---|---|---|
| Steuerfrei (8 % der BBG) | 676 € | 8.112 € |
| Sozialabgabenfrei (4 % der BBG) | 338 € | 4.056 € |
| Arbeitgeberzuschuss (Pflicht) | mind. 15 % des Umwandlungsbetrags | |
| Beitragsbemessungsgrenze (RV) 2026 | 101.400 € / Jahr | |
Quelle: § 3 Nr. 63 EStG, § 1a BetrAVG, Deutsche Rentenversicherung. Stand 2026, bundeseinheitliche BBG 101.400 €. Angaben ohne Gewähr.
Bei der bAV wandelst du einen Teil deines Bruttogehalts in Altersvorsorge um (Entgeltumwandlung). Auf diesen Betrag zahlst du heute keine Steuern und bis zur Grenze keine Sozialabgaben. Zusätzlich muss dein Arbeitgeber mindestens 15 Prozent dazugeben. So kostet dich die bAV netto deutlich weniger, als tatsächlich angespart wird. Jeder Arbeitnehmer hat nach § 1a BetrAVG einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung.
Mit dem betriebliche Altersvorsorge Rechner ermittelst du deinen Netto-Aufwand in Sekunden. Du gibst deinen Umwandlungsbetrag und deinen Steuersatz ein. Der Rechner zeigt sofort, wie wenig dich die bAV netto kostet. Denn du sparst auf die Entgeltumwandlung Steuern und Sozialabgaben. Zusätzlich gibt dein Arbeitgeber verpflichtend mindestens 15 Prozent dazu. So fließt oft mehr in deine Vorsorge, als dich netto kostet. Dieser Ratgeber erklärt die Berechnung mit klaren Beispielen für 2026.
Wie funktioniert der bAV-Rechner?
Der Rechner deckt die drei wichtigsten Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge ab. Jeder Reiter beantwortet einen eigenen Aspekt. Du wählst den passenden Modus oben im Tool.
Netto-Aufwand der Entgeltumwandlung berechnen
Der erste Modus zeigt die eigentliche Stärke der bAV. Du gibst deinen monatlichen Bruttobeitrag und deinen Steuersatz ein. Der Rechner ermittelt deinen tatsächlichen Netto-Aufwand. So siehst du, wie viel weniger dein Nettogehalt wirklich sinkt.
Betriebsrente und Kapital hochrechnen
Der zweite Modus blickt in die Zukunft. Du gibst deinen Gesamtbeitrag, die Laufzeit und eine erwartete Rendite ein. Der Rechner ermittelt das angesparte Kapital bis zur Rente. Auch eine grobe Monatsrente als Richtwert wird angezeigt.
Freibeträge 2026 im Überblick
Der dritte Modus zeigt die aktuellen Fördergrenzen. Er nennt die steuer- und sozialabgabenfreien Höchstbeträge für 2026. So erkennst du, bis zu welchem Betrag sich die Umwandlung voll lohnt. Alle Werte beruhen auf den geltenden gesetzlichen Grenzen.
Betriebliche Altersvorsorge berechnen – Brutto vs. Netto
Der größte Vorteil der bAV liegt im Unterschied zwischen brutto und netto. Du wandelst einen Bruttobetrag um, dein Netto sinkt aber weniger. Der Grund liegt in der ersparten Steuer und den Sozialabgaben.
Die Formel für die Entgeltumwandlung
Die Berechnung des Netto-Aufwands folgt einer klaren Logik.
Netto-Aufwand = Bruttobeitrag − Steuerersparnis − Sozialabgaben-Ersparnis
Der Bruttobeitrag wird direkt vom Bruttogehalt abgezogen. Dadurch sinkt dein zu versteuerndes Einkommen. Du zahlst weniger Lohnsteuer und weniger Sozialabgaben. Was übrig bleibt, ist dein echter Netto-Aufwand.
Rechenbeispiel: 150 € brutto, aber weniger netto
Ein Beispiel macht den Effekt greifbar. Du wandelst 150 Euro brutto pro Monat um. Dein kombinierter Satz aus Steuer und Sozialabgaben liegt bei etwa 24 Prozent.
Die Rechnung lautet: 150 − 36 = 114 Euro. Dein Nettogehalt sinkt also nur um rund 114 Euro. Für diesen Betrag sparst du monatlich 150 Euro an. Bei höherem Steuersatz fällt dein Netto-Aufwand sogar noch geringer aus.
Der Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent
Ein weiterer Vorteil kommt vom Arbeitgeber. Seit 2019 ist ein Zuschuss gesetzlich vorgeschrieben. Dein Arbeitgeber muss mindestens 15 Prozent deines Umwandlungsbetrags zuschießen.
Bei 150 Euro Umwandlung sind das zusätzlich 22,50 Euro. In deine bAV fließen dann monatlich 172,50 Euro. Du zahlst netto also rund 114 Euro und sparst 172,50 Euro an. Dieser Hebel macht die betriebliche Altersvorsorge besonders attraktiv.
Steuer- und Sozialabgaben-Ersparnis 2026
Die Förderung der bAV ist nach oben begrenzt. Der Staat legt jährliche Höchstbeträge fest. Diese Grenzen sind an die Beitragsbemessungsgrenze gekoppelt.
Steuerfreie Höchstbeträge (§ 3 Nr. 63 EStG)
Beiträge zur bAV sind bis zu einer bestimmten Grenze steuerfrei. Diese liegt bei 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze. Für 2026 beträgt die Grenze 8.112 Euro im Jahr. Das entspricht 676 Euro pro Monat.
Bis zu diesem Betrag zahlst du auf die Einzahlung keine Steuern. Die Grundlage bildet der Paragraf 3 Nummer 63 des Einkommensteuergesetzes. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt 2026 bei 101.400 Euro.
Sozialabgabenfreie Grenze
Für die Sozialabgaben gilt eine niedrigere Grenze. Sie liegt bei 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze. Für 2026 sind das 4.056 Euro im Jahr. Pro Monat entspricht das 338 Euro.
Bis zu diesem Betrag sparst du auch die Sozialabgaben. Darüber hinaus bleibt die Einzahlung zwar steuerfrei, aber beitragspflichtig. Für die meisten Arbeitnehmer reicht diese Grenze völlig aus. Der volle Fördereffekt greift also im üblichen Rahmen.
Betriebsrente berechnen: Was bekomme ich später?
Neben den heutigen Vorteilen zählt die spätere Leistung. Der Rechner schätzt dein angespartes Kapital. So bekommst du ein Gefühl für deine künftige Betriebsrente.
Kapital bis zum Renteneintritt
Das Kapital wächst durch deine Beiträge und die Rendite. Je länger die Laufzeit, desto stärker wirkt der Zinseszins. Ein Beispiel zeigt die Größenordnung deutlich.
Du zahlst 172,50 Euro monatlich über 30 Jahre ein. Ohne Rendite ergibt das eine Einzahlung von 62.100 Euro. Bei 3 Prozent Rendite wächst das Kapital auf rund 100.500 Euro. Der Zinseszins verdoppelt hier fast den Ertrag.
Von der Rente gehen Steuern und Beiträge ab
Ein wichtiger Punkt betrifft die Auszahlungsphase. Die spätere Betriebsrente ist nicht steuerfrei. Auf die Auszahlung fallen Steuern und Sozialabgaben an. Die Netto-Rente liegt deshalb unter dem Bruttowert.
Dieses Prinzip nennt sich nachgelagerte Besteuerung. Du sparst heute Steuern und zahlst sie erst im Alter. Meist ist der Steuersatz im Ruhestand niedriger. Trotzdem solltest du diesen Effekt von Anfang an einplanen.
Auszahlung der bAV: Steuern und Krankenkasse
Die Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge wirft viele Fragen auf. Zwei Abzüge sind dabei besonders wichtig. Sie mindern die ausgezahlte Betriebsrente spürbar.
Besteuerung der Betriebsrente
Die Betriebsrente zählt im Alter als steuerpflichtiges Einkommen. Sie wird mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert. Im Ruhestand ist dieser Satz oft niedriger als im Berufsleben. Den genauen Effekt zeigt dir der Rentenbesteuerung-Rechner.
Kranken- und Pflegeversicherung auf die Betriebsrente
Neben der Steuer fallen auch Sozialbeiträge an. Gesetzlich Versicherte zahlen auf die Betriebsrente Kranken- und Pflegeversicherung. Seit 2020 gibt es dafür einen Freibetrag. Erst oberhalb dieses Freibetrags werden die vollen Beiträge fällig.
Dieser Punkt wird oft als Doppelverbeitragung kritisiert. Denn die Beiträge fallen sowohl bei der Einzahlung als auch bei der Auszahlung an. Trotzdem bleibt die bAV durch die Förderung meist vorteilhaft. Eine individuelle Prüfung ist aber immer sinnvoll.
Lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge?
Ob sich die bAV lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab. In vielen Fällen überwiegen jedoch die Vorteile. Drei Punkte sprechen besonders dafür.
Der erste Vorteil ist der geringe Netto-Aufwand. Du sparst mehr an, als dich netto kostet. Der zweite Vorteil ist der verpflichtende Arbeitgeberzuschuss. Er erhöht deine Sparsumme ohne eigenes Zutun.
Der dritte Vorteil ist die staatliche Förderung. Steuer- und Sozialabgaben-Ersparnis wirken sofort. Dem stehen die Abzüge in der Auszahlungsphase gegenüber. Für die meisten Arbeitnehmer bleibt am Ende ein klarer Vorteil.
Besonders attraktiv ist die bAV mit hohem Arbeitgeberzuschuss. Manche Arbeitgeber zahlen deutlich mehr als die 15 Prozent. Auch bei langer Laufzeit wirkt der Zinseszins stark. Der Rechner hilft dir, deinen persönlichen Fall einzuschätzen.
Häufig gestellte Fragen
Wie berechne ich meine betriebliche Altersvorsorge?
Du ziehst von deinem Bruttobeitrag die Steuer- und Sozialabgaben-Ersparnis ab. So erhältst du deinen tatsächlichen Netto-Aufwand. Bei 150 Euro brutto und 24 Prozent Ersparnis sind das rund 114 Euro netto. Der bAV-Rechner übernimmt diese Berechnung automatisch.
Wie viel kostet mich die bAV netto?
Dein Netto-Aufwand liegt deutlich unter dem Bruttobeitrag. Der genaue Wert hängt von deinem Steuersatz ab. Je höher dein Steuersatz, desto geringer dein Netto-Aufwand. Zusätzlich erhöht der Arbeitgeberzuschuss deine Sparsumme.
Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zur bAV?
Seit 2019 muss der Arbeitgeber mindestens 15 Prozent zuschießen. Der Zuschuss bezieht sich auf deinen Umwandlungsbetrag. Manche Arbeitgeber zahlen freiwillig sogar mehr. Bei 150 Euro Umwandlung sind es mindestens 22,50 Euro.
Wie viel kann ich 2026 steuerfrei einzahlen?
Steuerfrei sind 2026 bis zu 8.112 Euro im Jahr. Das entspricht 676 Euro pro Monat. Sozialabgabenfrei bleiben 4.056 Euro im Jahr, also 338 Euro monatlich. Beide Grenzen beziehen sich auf die Beitragsbemessungsgrenze.
Wird die Betriebsrente im Alter versteuert?
Ja, die Betriebsrente ist im Alter steuerpflichtig. Sie zählt als Einkommen und wird entsprechend versteuert. Zusätzlich fallen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an. Meist ist der Steuersatz im Ruhestand jedoch niedriger.
Lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge?
In vielen Fällen lohnt sich die bAV deutlich. Der geringe Netto-Aufwand und der Arbeitgeberzuschuss sind starke Vorteile. Dem stehen Steuern und Beiträge in der Auszahlung gegenüber. Ein hoher Zuschuss und eine lange Laufzeit steigern den Vorteil.
Fazit
Der betriebliche Altersvorsorge Rechner zeigt dir deinen echten Netto-Aufwand. Du sparst durch die Entgeltumwandlung Steuern und Sozialabgaben. Der verpflichtende Arbeitgeberzuschuss erhöht deine Sparsumme zusätzlich. So fließt oft mehr in deine Vorsorge, als dich netto kostet.
Wichtig bleibt der Blick auf die Auszahlungsphase. Die spätere Betriebsrente wird versteuert und verbeitragt. Diesen Effekt solltest du von Anfang an einplanen. Für die meisten Arbeitnehmer bleibt die bAV dennoch vorteilhaft.
Nutze den Rechner, um deine persönliche Situation zu prüfen. Vergleiche deinen Netto-Aufwand mit der späteren Leistung. So triffst du eine fundierte Entscheidung für deine Altersvorsorge.
