🏠 Grundsteuer Rechner 2025

Alle 16 Bundesländer · Bundesmodell & Öffnungsklausel · Hebesatz

Reform 2022/2025 • Grundsteuer A & B
ℹ️ Wichtig: Grundsteuer gilt ab 1. Januar 2025 neu. Der Bescheid Ihrer Gemeinde enthält alle nötigen Werte. Nutzen Sie die Angaben aus Ihrem Grundsteuerbescheid oder Grundsteuerwertbescheid.
Bundesland & Modell
Bundesmodell — Grundsteuerwert & Messzahl
Aus dem Grundsteuerwertbescheid des Finanzamts.
Wohnhäuser: 0,31 ‰ · Gewerbe: 0,34 ‰ · Sozial/Denk.: 0,034 ‰
%
Aus Ihrem Grundsteuerbescheid oder Gemeindeverwaltung.
— €
Grundsteuer/Jahr
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Grundsteuer/Monat
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Grundsteuer/Quartal
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Steuermessbetrag
Vollständige Berechnung
Berechnungsmodell
Grundsteuerwert
Steuermesszahl
Steuermessbetrag
Hebesatz
Grundsteuer jährlich
Grundsteuer monatlich
Grundsteuer vierteljährlich
⚠️ Hinweis: Diese Berechnung ist ein Orientierungswert. Der verbindliche Betrag steht im Grundsteuerbescheid Ihrer Gemeinde. Abweichungen sind durch Zu- und Abrechnungen möglich.
🗺️ Grundsteuerreform 2022/2025: Sieben Bundesländer nutzen die Öffnungsklausel und haben eigene Berechnungsmodelle. Neun Bundesländer folgen dem Bundesmodell.
Alle 16 Bundesländer — Modell & Besonderheiten
BundeslandModellBesonderheit / Messzahl
Baden-WürttembergÖffnungsklauselFlächenmodell. Nur Fläche + Lage, kein Bodenwert.
BayernÖffnungsklauselFlächenmodell. Rein flächenbasiert, kein Bodenwert.
BerlinBundesmodellSteuermesszahl: 0,31 ‰ (Wohnen), 0,34 ‰ (Gewerbe).
BrandenburgBundesmodellStandard Bundesmodell.
BremenBundesmodellStandard Bundesmodell.
HamburgÖffnungsklauselWohnlagenmodell. Lage bestimmt Wert stark.
HessenÖffnungsklauselFlächenbasiert mit Lagekomponente.
Mecklenburg-VorpommernBundesmodellStandard Bundesmodell.
NiedersachsenÖffnungsklauselFlächen-Lage-Modell.
Nordrhein-WestfalenBundesmodellStandard Bundesmodell. Größtes Bundesland.
Rheinland-PfalzBundesmodellStandard Bundesmodell.
SaarlandBundesmodellStandard Bundesmodell.
SachsenÖffnungsklauselModifiziertes Bundesmodell mit eigenen Messzahlen.
Sachsen-AnhaltBundesmodellStandard Bundesmodell.
Schleswig-HolsteinBundesmodellStandard Bundesmodell.
ThüringenBundesmodellStandard Bundesmodell.
Typische Hebesätze nach Gemeindegröße (Orientierung)
Kleinstgemeinde (< 5.000 Einwohner)ca. 280–350 %
Mittelstädte (5.000–100.000 Einwohner)ca. 350–500 %
Großstädte (> 100.000 Einwohner)ca. 500–900 %
Berlin810 % (2025)
Hamburg540 % (2025)
München535 % (2025)
Hebesatz-QuelleImmer beim Gemeinde- oder Stadtrat anfragen
📝 Grundsteuerreform im Überblick
Altes Recht (bis 31.12.2024)Einheitswerte aus 1964 (West) / 1935 (Ost)
Neues Recht (ab 01.01.2025)Neubewertung aller 36 Mio. Grundstücke
Gesetzliche GrundlageGrundsteuergesetz (GrStG) §13–15
Bescheid 1: GrundsteuerwertbescheidVom Finanzamt → Grundsteuerwert in €
Bescheid 2: MessbetragsbescheidVom Finanzamt → Steuermessbetrag in €
Bescheid 3: GrundsteuerbescheidVon der Gemeinde → jährliche Steuer in €
Steuermesszahl Wohnbäude (Bundesmodell)0,31 ‰
Steuermesszahl Gewerbe (Bundesmodell)0,34 ‰
Steuermesszahl Sozial/Denkmal (Bundesmodell)0,034 ‰
Grundsteuer A (Landwirtschaft)Eigene Messzahlen, meist niedriger Hebesatz
AufkommensneutralitätZiel, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben
💰 Formel Bundesmodell
Schritt 1Grundsteuerwert × Steuermesszahl = Messbetrag
Schritt 2Messbetrag × Hebesatz / 100 = Grundsteuer
Beispiel150.000 € × 0,31 ‰ = 465 € Messbetrag
Beispiel (Forts.)465 € × 400 % = 1.860 € / Jahr
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Grundsteuer-Rechner 2025 · Bundesmodell · Öffnungsklausel · Alle Bundesländer rechneneinfach.de

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Grundsteuerbescheid erhalten und wissen wollen, wie die Zahl zustande kommt? Dieser Grundsteuer Rechner erklärt es Schritt für Schritt. Grundsteuer berechnen war noch nie so einfach. Geben Sie Grundsteuerwert, Steuermesszahl und Hebesatz ein, um Ihre Grundsteuer zu berechnen. Das Ergebnis erscheint sofort als Jahres-, Quartals- und Monatsbetrag.

So funktioniert der Grundsteuer-Rechner

Der Grundsteuer Rechner in Tab 1 berechnet die Grundsteuer. Wählen Sie Ihr Bundesland. Der Rechner erkennt automatisch, ob Ihr Bundesland dem Bundesmodell folgt oder eine eigene Berechnungsmethode nach der Öffnungsklausel nutzt.

Beim Bundesmodell benötigen Sie drei Angaben aus Ihren Bescheiden: den Grundsteuerwert, die Steuermesszahl und den Hebesatz.

Bei Öffnungsklausel-Ländern wie Bayern oder Baden-Württemberg genügen Steuermessbetrag und Hebesatz. Beide stehen im Grundsteuerbescheid Ihrer Gemeinde.

Tab 2 des Grundsteuer-Rechners zeigt alle 16 Bundesländer mit ihren Modellen und typischen Hebesätzen. Tab 3 erklärt die Reform und enthält die vollständige Formel mit einem Rechenbeispiel.

Die neue Grundsteuer ab 2025

Das Bundesverfassungsgericht erklärte 2018 die alten Einheitswerte für verfassungswidrig. Die Werte aus 1964 (West) und 1935 (Ost) spiegelten den realen Grundstückswert nicht mehr wider.

Seit dem 1. Januar 2025 gilt die neue Grundsteuer. Alle rund 36 Millionen Grundstücke in Deutschland wurden neu bewertet. Eigentümer bekamen dafür bis zu drei Bescheide:

Bescheid 1 kommt vom Finanzamt und enthält den neuen Grundsteuerwert. Bescheid 2 enthält den Steuermessbetrag. Bescheid 3 kommt von der Gemeinde und zeigt die tatsächlich zu zahlende Grundsteuer.

Der neue Wert kann höher oder niedriger ausfallen als der alte. Das hängt vom Bundesland, der Immobilienlage und dem kommunalen Hebesatz ab.

Die Grundsteuer-Formel

Das Bundesmodell verwendet eine zweiteilige Formel.

Schritt 1: Steuermessbetrag berechnen Grundsteuerwert × Steuermesszahl = Steuermessbetrag

Schritt 2: Grundsteuer berechnen Steuermessbetrag × Hebesatz / 100 = Grundsteuer

Beispiel: Grundsteuerwert: 150.000 Euro Steuermesszahl Wohngebäude: 0,31 ‰ Steuermessbetrag: 150.000 × 0,00031 = 46,50 Euro Hebesatz: 400 % Grundsteuer: 46,50 × 4,0 = 186 Euro pro Jahr

Der Grundsteuer-Rechner zeigt diesen Betrag sofort. Das klingt nach wenig. In Großstädten mit hohen Hebesätzen kann die Summe jedoch deutlich höher ausfallen. Bei einem Hebesatz von 810 % wie in Berlin wären es 376 Euro statt 186 Euro.

Steuermesszahlen 2025 im Überblick

Die Steuermesszahl hängt von der Nutzung des Grundstücks ab.

Wohngebäude (Häuser, Wohnungen): 0,31 Promille Gewerbeimmobilien: 0,34 Promille Sozialwohnungen und denkmalgeschützte Gebäude: 0,034 Promille

Für Grundsteuer A (Land- und Forstwirtschaft) gelten andere Messzahlen. Diese sind in der Regel deutlich niedriger als bei Grundsteuer B.

Bundesmodell oder Öffnungsklausel?

Neun Bundesländer folgen dem Bundesmodell des Bundes. Sieben nutzen die sogenannte Öffnungsklausel und berechnen die Grundsteuer nach eigenen Regeln.

Bundesmodell (9 Länder): Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen.

Öffnungsklausel (7 Länder): Baden-Württemberg und Bayern nutzen ein reines Flächenmodell ohne Bodenwert. Hamburg bewertet stark nach Wohnlage. Hessen und Niedersachsen kombinieren Fläche und Lage. Sachsen nutzt ein modifiziertes Bundesmodell mit eigenen Messzahlen.

Das erkennt der Grundsteuer Rechner automatisch. Bei Öffnungsklausel-Ländern können Sie den Steuermessbetrag direkt aus dem Bescheid entnehmen. Eine eigene Berechnung aus Grundsteuerwert und Messzahl entfällt.

Hebesatz: Warum die Grundsteuer so stark variiert

Der Hebesatz ist das entscheidende Element für die Höhe Ihrer Grundsteuer. Er wird von jeder Gemeinde selbst festgelegt.

Kleinstgemeinden setzen oft 280 bis 350 Prozent an. Mittelstädte liegen zwischen 350 und 500 Prozent. Großstädte verlangen häufig über 500 Prozent.

Berlin lag 2025 bei 810 Prozent. Bei identischem Steuermessbetrag zahlen Berliner damit fast dreimal so viel wie Eigentümer in einer ländlichen Gemeinde mit 300 Prozent.

Viele Gemeinden haben ihre Hebesätze 2025 angepasst, um die gestiegenen Grundsteuerwerte teilweise auszugleichen. Das Ziel war Aufkommensneutralität. Ob das gelungen ist, hängt von jeder Gemeinde einzeln ab.

Wer zahlt die Grundsteuer?

Eigentümer sind gegenüber der Gemeinde zahlungspflichtig. Vermieter dürfen die Grundsteuer jedoch über die Betriebskostenabrechnung auf Mieter umlegen.

Das bedeutet: Auch Mieter tragen die Grundsteuer indirekt. Bei einem Mehrfamilienhaus wird die Jahressumme auf die Wohnfläche aufgeteilt und dann auf die einzelnen Mieter verteilt.

Bei Eigentumswohnungen zahlt die Eigentümergemeinschaft die Grundsteuer anteilig nach Miteigentumsanteilen.

Häufige Fehler bei der Grundsteuer-Berechnung

Falschen Bescheid verwenden. Der Grundsteuerwert steht im Grundsteuerwertbescheid, nicht im Grundsteuerbescheid. Beide kommen vom Finanzamt, sind aber verschiedene Dokumente.

Alte Einheitswerte einsetzen. Das alte Recht gilt seit 2025 nicht mehr. Wer mit dem alten Einheitswert rechnet, erhält falsche Ergebnisse.

Messzahl für die falsche Nutzungsart nehmen. Gewerbeimmobilien haben 0,34 Promille, Wohngebäude 0,31 Promille. Das macht bei hohen Grundsteuerwerten einen spürbaren Unterschied.

Öffnungsklausel-Bundesland mit Bundesmodell-Formel berechnen. In Bayern oder Baden-Württemberg greift die Formel aus Grundsteuerwert × Messzahl nicht. Dort nennt der Bescheid bereits den fertigen Messbetrag.

Hebesatz verwechseln. Manche Gemeinden haben verschiedene Hebesätze für Grundsteuer A und Grundsteuer B. Prüfen Sie den richtigen Satz für Ihre Grundstücksart.

Häufige Fragen

Er steht im Grundsteuerwertbescheid, den das Finanzamt nach Ihrer Grundsteuererklärung verschickt hat. Wer 2022 keine Erklärung eingereicht hat, sollte das nachholen. Das Finanzamt kann sonst einen Schätzungsbescheid erlassen.

Der Hebesatz wird von Ihrer Gemeinde oder Stadt festgelegt. Er steht im Grundsteuerbescheid oder auf der Website der Gemeindeverwaltung. Er kann jedes Jahr geändert werden.

Die neue Grundsteuer basiert auf aktuellen Grundsteuerwerten statt auf Einheitswerten aus den 1960er-Jahren. Gleichzeitig haben viele Gemeinden ihren Hebesatz angepasst. Das Zusammenspiel beider Faktoren bestimmt, ob Ihre Grundsteuer gestiegen oder gesunken ist.

Grundsteuer A gilt für land- und forstwirtschaftliche Flächen. Grundsteuer B betrifft alle anderen bebauten und bebaubaren Grundstücke. Häuser, Wohnungen und Gewerbegrundstücke fallen unter Grundsteuer B.

Ja. Als Betriebskosten darf der Vermieter die Grundsteuer in der Nebenkostenabrechnung auf Mieter umlegen. Das gilt für Mietwohnungen und Gewerbemieter.

Legen Sie Einspruch beim Finanzamt ein. Die Einspruchsfrist beträgt einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids. Bei begründetem Verdacht kann auch eine Änderung des Grundsteuerwertbescheids beantragt werden.

Fazit

Ob Bundesmodell oder Öffnungsklausel: Dieser Grundsteuer Rechner berechnet Ihre Grundsteuer für alle 16 Bundesländer korrekt. Er erkennt das zugehörige Modell automatisch und zeigt Jahr, Quartal und Monat als Ergebnis.