🧮 Deckungsbeitrag Rechner – Deckungsbeitrag und Break-Even berechnen

Deckungsbeitrag, Deckungsbeitragsquote & Break-Even berechnen · Stück, gesamt & mehrstufig

Stückdeckungsbeitrag & Deckungsbeitragsquote
Gesamtdeckungsbeitrag, Betriebsergebnis & Break-Even-Menge
Stk
Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung (DB I / II / III)
Deckungsbeitrag-Rechner · rechneneinfach.de Kostenrechnung · Nettowerte

Mit dem Deckungsbeitrag Rechner kannst du den Deckungsbeitrag in Sekunden berechnen. Du gibst den Verkaufspreis und die variablen Kosten ein. Der Rechner zeigt sofort den Deckungsbeitrag pro Stück und die Deckungsbeitragsquote. Auf Wunsch berechnet er auch den Gesamtdeckungsbeitrag und die Break-Even-Menge. Der Deckungsbeitrag ist eine zentrale Kennzahl der Kostenrechnung. Er zeigt, wie viel ein Produkt zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Dieser Ratgeber erklärt alle Formeln mit klaren Beispielen.

Wie funktioniert der Deckungsbeitrag Rechner?

Der Rechner deckt drei Ebenen der Deckungsbeitragsrechnung ab. Jede Ebene beantwortet eine eigene betriebswirtschaftliche Frage. Du wählst den passenden Reiter oben im Tool.

Stückdeckungsbeitrag und Quote berechnen

Der erste Modus betrachtet ein einzelnes Produkt. Du gibst den Verkaufspreis und die variablen Stückkosten ein. Der Rechner ermittelt den Deckungsbeitrag pro Stück. Zusätzlich zeigt er die Deckungsbeitragsquote in Prozent.

Gesamtdeckungsbeitrag und Break-Even ermitteln

Der zweite Modus rechnet auf Unternehmensebene. Du ergänzt die Absatzmenge und die gesamten Fixkosten. Der Rechner berechnet den Gesamtdeckungsbeitrag und das Betriebsergebnis. Außerdem zeigt er die Break-Even-Menge für dein Produkt.

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung (DB I, II, III)

Der dritte Modus differenziert die Fixkosten genauer. Er zieht sie in mehreren Stufen vom Deckungsbeitrag ab. So entstehen die Kennzahlen Deckungsbeitrag I, II und III. Diese Sicht ist besonders für größere Unternehmen nützlich.

Deckungsbeitrag berechnen – Formel und Beispiel

Die Berechnung des Deckungsbeitrags ist einfach und logisch. Du brauchst dafür nur zwei Werte. Der Rest ergibt sich aus einer klaren Formel.

Die Formel für den Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz aus Erlös und variablen Kosten.

Deckungsbeitrag = Verkaufspreis − variable Kosten

Der Verkaufspreis ist der Erlös für dein Produkt. Die variablen Kosten hängen direkt von der Produktion ab. Was übrig bleibt, dient der Deckung der Fixkosten. Erst wenn alle Fixkosten gedeckt sind, entsteht ein Gewinn.

Stückdeckungsbeitrag berechnen

Der Stückdeckungsbeitrag bezieht sich auf ein einzelnes Produkt. Ein Beispiel zeigt die Rechnung deutlich. Ein Produkt kostet im Verkauf 150 Euro. Die variablen Kosten betragen 90 Euro pro Stück.

Die Rechnung lautet: 150 − 90 = 60 Euro. Der Stückdeckungsbeitrag liegt also bei 60 Euro. Jedes verkaufte Stück trägt somit 60 Euro zur Fixkostendeckung bei.

Gesamtdeckungsbeitrag berechnen

Der Gesamtdeckungsbeitrag betrachtet die gesamte Absatzmenge. Du multiplizierst den Stückdeckungsbeitrag mit der verkauften Menge.

Gesamtdeckungsbeitrag = Stückdeckungsbeitrag × Absatzmenge

Ein Beispiel macht das greifbar. Der Stückdeckungsbeitrag beträgt 60 Euro. Du verkaufst davon 200 Stück im Monat. Der Gesamtdeckungsbeitrag liegt dann bei 12.000 Euro. Dieser Betrag steht zur Deckung der Fixkosten bereit.

Deckungsbeitrag in Prozent (Deckungsbeitragsquote)

Neben dem absoluten Wert ist der Prozentwert wichtig. Er macht verschiedene Produkte direkt vergleichbar. Diese Kennzahl heißt Deckungsbeitragsquote oder Deckungsbeitragssatz.

Die Formel für die Deckungsbeitragsquote

Die Quote setzt den Deckungsbeitrag ins Verhältnis zum Umsatz.

Deckungsbeitragsquote = Deckungsbeitrag ÷ Umsatz × 100

Ein Beispiel verdeutlicht die Berechnung. Der Deckungsbeitrag beträgt 60 Euro bei 150 Euro Umsatz. Die Rechnung lautet: 60 ÷ 150 × 100 = 40 Prozent. Von jedem Euro Umsatz bleiben also 40 Cent zur Fixkostendeckung.

Was sagt die Quote aus?

Die Quote zeigt die Rentabilität eines Produkts auf einen Blick. Eine hohe Quote ist grundsätzlich vorteilhaft. Bei einer Quote von 40 Prozent decken 40 Cent je Euro die Fixkosten. Die restlichen 60 Cent fließen in die variablen Kosten.

Der Vergleich mehrerer Produkte wird dadurch einfach. Ein Produkt mit hoher Quote ist meist attraktiver. Bei knappen Kapazitäten hilft die Quote bei der Auswahl. So fördert das Unternehmen die profitabelsten Produkte.

Fixe und variable Kosten unterscheiden

Die Unterscheidung der Kostenarten ist das Herz der Rechnung. Nur so lässt sich der Deckungsbeitrag korrekt ermitteln. Beide Kostenarten verhalten sich völlig unterschiedlich.

Variable Kosten

Variable Kosten verändern sich mit der Produktionsmenge. Je mehr du produzierst, desto höher fallen sie aus. Dazu zählen Materialkosten, Rohstoffe und Akkordlöhne. Auch Vertriebsprovisionen und Frachtkosten gehören dazu.

Fixe Kosten

Fixe Kosten bleiben unabhängig von der Produktionsmenge gleich. Sie fallen auch ohne Produktion weiter an. Typische Beispiele sind Miete, Gehälter und Versicherungen. Auch Abschreibungen zählen zu den fixen Kosten.

Warum der Deckungsbeitrag nicht der Gewinn ist

Diese Unterscheidung führt zu einem häufigen Missverständnis. Der Deckungsbeitrag ist nicht mit dem Gewinn identisch. Er berücksichtigt nur die variablen Kosten. Die fixen Kosten sind darin noch nicht abgezogen.

Ein positiver Deckungsbeitrag bedeutet also nicht automatisch Gewinn. Erst wenn die Summe aller Deckungsbeiträge die Fixkosten übersteigt, entsteht Gewinn. Vorher trägt jedes Produkt nur zur Fixkostendeckung bei. Der Gewinn beginnt genau am Break-Even-Point.

Break-Even-Point: Wann lohnt sich ein Produkt?

Der Break-Even-Point ist die Gewinnschwelle eines Unternehmens. An diesem Punkt sind alle Fixkosten gedeckt. Jedes weitere verkaufte Stück bringt danach Gewinn.

Die Break-Even-Menge berechnen

Die Break-Even-Menge sagt, wie viele Stück nötig sind. Du teilst die Fixkosten durch den Stückdeckungsbeitrag.

Break-Even-Menge = Fixkosten ÷ Stückdeckungsbeitrag

Diese Menge markiert die entscheidende Grenze. Unterhalb davon macht das Unternehmen Verlust. Oberhalb davon entsteht ein Gewinn. Der Rechner ermittelt diese Menge automatisch.

Rechenbeispiel zur Gewinnschwelle

Ein Beispiel zeigt den Zusammenhang deutlich. Der Stückdeckungsbeitrag beträgt 40 Euro. Die gesamten Fixkosten liegen bei 4.000 Euro.

Die Rechnung lautet: 4.000 ÷ 40 = 100 Stück. Du musst also 100 Stück verkaufen, um die Fixkosten zu decken. Ab dem 101. Stück erwirtschaftest du echten Gewinn. Jedes weitere Stück bringt dann volle 40 Euro Deckungsbeitrag als Gewinn.

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

Große Unternehmen nutzen oft eine genauere Methode. Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung teilt die Fixkosten auf. So wird sichtbar, welche Ebene wirklich profitabel ist.

Deckungsbeitrag I, II und III

Die Rechnung erfolgt in mehreren Stufen. Zuerst ermittelst du den Deckungsbeitrag I. Dann ziehst du weitere Kostenschichten ab.

DB I = Verkaufspreis − variable Kosten

DB II = DB I − produktfixe Kosten

DB III = DB II − bereichsfixe Kosten

Die produktfixen Kosten gehören zu einem bestimmten Produkt. Dazu zählen etwa spezielle Werkzeuge oder Lizenzgebühren. Die bereichsfixen Kosten betreffen einen ganzen Unternehmensbereich. Ein Beispiel ist das Gehalt eines Bereichsleiters.

Wann sich die mehrstufige Rechnung lohnt

Für ein kleines Unternehmen reicht meist die einfache Rechnung. Die mehrstufige Methode lohnt sich bei mehreren Produkten. Sie zeigt genau, welches Produkt welche Kosten trägt. So lassen sich unrentable Sparten schnell erkennen.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechnet man den Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz aus Erlös und variablen Kosten. Die Formel lautet: Verkaufspreis minus variable Kosten. Bei 150 Euro Preis und 90 Euro Kosten sind das 60 Euro. Der Deckungsbeitrag-Rechner übernimmt diese Berechnung automatisch.

Was ist der Unterschied zwischen Deckungsbeitrag und Gewinn?

Der Deckungsbeitrag zieht nur die variablen Kosten ab. Der Gewinn berücksichtigt zusätzlich die fixen Kosten. Ein positiver Deckungsbeitrag bedeutet daher noch keinen Gewinn. Erst wenn alle Fixkosten gedeckt sind, entsteht ein Gewinn.

Wie berechne ich den Deckungsbeitrag in Prozent?

Du teilst den Deckungsbeitrag durch den Umsatz und multiplizierst mit 100. Die Formel lautet: Deckungsbeitrag geteilt durch Umsatz mal 100. Bei 60 Euro Deckungsbeitrag und 150 Euro Umsatz sind das 40 Prozent. Dieser Wert heißt Deckungsbeitragsquote.

Was bedeutet ein negativer Deckungsbeitrag?

Ein negativer Deckungsbeitrag entsteht, wenn die variablen Kosten den Preis übersteigen. Das Produkt deckt dann nicht einmal seine eigenen variablen Kosten. In diesem Fall verschärft jeder Verkauf den Verlust. Eine Produktion ist dann meist nicht sinnvoll.

Wie berechne ich den Break-Even-Point?

Du teilst die gesamten Fixkosten durch den Stückdeckungsbeitrag. Das Ergebnis ist die nötige Absatzmenge zur Fixkostendeckung. Bei 4.000 Euro Fixkosten und 40 Euro Deckungsbeitrag sind das 100 Stück. Ab dieser Menge beginnt die Gewinnzone.

Wozu dient die Deckungsbeitragsrechnung?

Die Deckungsbeitragsrechnung hilft bei wichtigen Entscheidungen. Sie zeigt, welche Produkte sich wirklich lohnen. Auch die Preisuntergrenze lässt sich damit bestimmen. Bei knappen Kapazitäten unterstützt sie die Produktauswahl.

Fazit

Der Deckungsbeitrag-Rechner liefert dir alle wichtigen Kennzahlen. Du berechnest den Stück- und Gesamtdeckungsbeitrag in Sekunden. Auch die Deckungsbeitragsquote und die Break-Even-Menge erscheinen sofort. So triffst du fundierte Entscheidungen für deine Produkte.

Der wichtigste Punkt bleibt die Trennung der Kostenarten. Der Deckungsbeitrag zieht nur die variablen Kosten ab. Er ist deshalb nicht mit dem Gewinn gleichzusetzen. Erst nach Deckung aller Fixkosten beginnt die Gewinnzone.

Nutze den Rechner für deine Kalkulation und deine Preisplanung. Vergleiche verschiedene Produkte über die Deckungsbeitragsquote. So erkennst du schnell, welche Produkte dein Unternehmen wirklich voranbringen.