Einkommensteuer Rechner 2026 – Steuerlast in Sekunden berechnen
ESt · SolZ · Kirchensteuer · Grenzsteuersatz · Splitting-Vergleich · Stand 2026
| Position | Pro Jahr | Pro Monat |
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Vergleichen Sie Einzel- und Zusammenveranlagung für ein Paar. Geben Sie beide Einkommen separat ein.
| Position | Einzelveranlagung | Zusammenveranlagung |
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Einkommensteuertarif 2026
In Deutschland gilt ein progressiver Steuertarif. Je höher das zu versteuernde Einkommen, desto höher der Steuersatz. Der Grundfreibetrag beträgt 2026 12.348 Euro.
| Zone | zvE von | zvE bis | Steuersatz | Bezeichnung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 0 € | 12.348 € | 0 % | Grundfreibetrag – steuerfrei |
| 2 | 12.349 € | 17.005 € | 14 – 24 % | 1. Progressionszone |
| 3 | 17.006 € | 68.430 € | 24 – 42 % | 2. Progressionszone |
| 4 | 68.431 € | 277.825 € | 42 % | Spitzensteuersatz |
| 5 | 277.826 € | ∞ | 45 % | Reichensteuer |
Mit dem Einkommensteuer Rechner sehen Sie sofort, wie viel Steuer Sie auf Ihr Einkommen zahlen. Zu versteuerndes Einkommen eingeben, Veranlagungsart wählen, Ergebnis ablesen.
Einkommensteuer betrifft jeden: Arbeitnehmer, Selbstständige, Rentner. Wer sie versteht, kann legal sparen und böse Überraschungen beim Steuerbescheid vermeiden.
Was ist die Einkommensteuer?
Die Einkommensteuer ist eine Steuer auf das Einkommen natürlicher Personen. Jeder, der in Deutschland Einkommen erzielt, ist grundsätzlich steuerpflichtig.
Arbeitnehmer zahlen Einkommensteuer über den monatlichen Lohnsteuerabzug. Selbstständige und Freiberufler zahlen Vorauszahlungen direkt ans Finanzamt. Rentner werden seit 2005 schrittweise zur Steuerzahlung herangezogen.
Wer zahlt keine Einkommensteuer?
- Wer unter dem Grundfreibetrag liegt (2026: 12.348 Euro)
- Studierende mit sehr geringem Einkommen
- Personen mit ausschließlich steuerfreien Einnahmen wie bestimmten Sozialleistungen
Gesetzliche Grundlage ist das Einkommensteuergesetz, kurz EStG. Der wichtigste Paragraph für die Berechnung ist § 32a EStG, der den Steuertarif festlegt.
Unterschied zwischen Einkommensteuer und Lohnsteuer
Viele verwechseln beide Begriffe. Das ist verständlich, aber wichtig zu verstehen.
Lohnsteuer ist keine eigene Steuerart. Sie ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer. Der Arbeitgeber behält sie monatlich vom Gehalt ein und führt sie ans Finanzamt ab.
Am Jahresende rechnet das Finanzamt ab. Wurde zu viel Lohnsteuer gezahlt, gibt es eine Erstattung. Wurde zu wenig gezahlt, folgt eine Nachzahlung.
Selbstständige zahlen keine Lohnsteuer. Sie zahlen direkt Einkommensteuer in Form von Vorauszahlungen.
Zu versteuerndes Einkommen (zvE) – Die Berechnungsgrundlage
Der Einkommensteuer-Rechner rechnet mit dem zu versteuernden Einkommen, kurz zvE. Das ist nicht das Bruttogehalt.
Das zvE ergibt sich nach Abzug aller Freibeträge und Pauschalen vom Bruttoeinkommen. Wer sein Bruttogehalt kennt, aber nicht das zvE, sollte zuerst mit dem Brutto-Netto-Rechner arbeiten.
Was mindert das zvE:
- Arbeitnehmer-Pauschbetrag 2026: 1.230 Euro
- Sonderausgaben (z.B. Riester-Beiträge, Kirchensteuer)
- Vorsorgeaufwendungen (Kranken-, Rentenversicherung)
- Außergewöhnliche Belastungen (Krankheitskosten, Pflegekosten)
- Werbungskosten über dem Pauschbetrag
Erst nach diesen Abzügen entsteht das zvE. Nur auf dieses wird Einkommensteuer berechnet.
Der Einkommensteuertarif 2026 – Alle fünf Zonen erklärt
Deutschland hat einen progressiven Steuertarif. Je höher das Einkommen, desto höher der Steuersatz. Aber: Der höhere Satz gilt nur für den Teil, der in die jeweilige Zone fällt.
| Zone | zvE (Einzel) | Steuersatz |
|---|---|---|
| 1 | bis 12.348 € | 0 % (Grundfreibetrag) |
| 2 | 12.349 bis 17.005 € | 14 bis 24 % |
| 3 | 17.006 bis 68.430 € | 24 bis 42 % |
| 4 | 68.431 bis 277.825 € | 42 % |
| 5 | ab 277.826 € | 45 % (Reichensteuer) |
Wer 70.000 Euro zvE hat, zahlt nicht auf alles 42 %. Der Spitzensteuersatz gilt nur für den Betrag über 68.430 Euro.
Grundfreibetrag 2026 – Was steuerfrei bleibt
Der Grundfreibetrag ist der steuerfreie Sockelbetrag. 2026 liegt er bei 12.348 Euro für Einzelpersonen. Für Ehepaare bei Zusammenveranlagung gilt der doppelte Betrag: 24.696 Euro.
Der Grundfreibetrag wird jedes Jahr angepasst. Er soll das Existenzminimum steuerlich freistellen.
Entwicklung der letzten Jahre:
| Jahr | Grundfreibetrag |
|---|---|
| 2022 | 9.984 € |
| 2023 | 10.908 € |
| 2024 | 11.784 € |
| 2025 | 12.096 € |
| 2026 | 12.348 € |
Wer unter dem Grundfreibetrag liegt, zahlt keine Einkommensteuer und muss in der Regel auch keine Steuererklärung abgeben.
Einkommensteuer Rechner – Grenzsteuersatz vs. effektiver Steuersatz
Zwei Begriffe, die oft verwechselt werden.
Grenzsteuersatz ist der Steuersatz auf den letzten verdienten Euro. Er zeigt, wie viel von einer Gehaltserhöhung tatsächlich beim Arbeitnehmer ankommt.
Effektiver Steuersatz ist der Durchschnittssatz auf das gesamte Einkommen. Er ist immer niedriger als der Grenzsteuersatz.
Beispiel bei 50.000 Euro zvE:
- Einkommensteuer: ca. 11.982 Euro
- Effektiver Steuersatz: ca. 24 %
- Grenzsteuersatz: ca. 42 %
Das bedeutet: Von 1.000 Euro Gehaltserhöhung bleiben nach Steuer rund 580 Euro übrig. Wer prüfen möchte, wie sich eine Gehaltserhöhung auswirkt, findet dafür den Gehaltserhöhung Rechner.
Solidaritätszuschlag 2026
Der Soli wurde für die meisten Steuerzahler 2021 abgeschafft. Für Gutverdiener gilt er weiterhin.
Freigrenze 2026: Bis zu einer Einkommensteuer von 18.130 Euro fällt kein Soli an. Darüber beginnt eine Milderungszone, in der der Soli schrittweise ansteigt. Erst ab einer deutlich höheren Einkommensteuer greift der volle Satz von 5,5 %.
In der Praxis zahlen die meisten Arbeitnehmer 2026 keinen Soli mehr. Selbstständige mit hohem Gewinn und Kapitalanleger können noch betroffen sein.
Kirchensteuer 2026 – Was gilt wo
Kirchensteuer zahlen nur Mitglieder einer steuererhebenden Kirche. Sie wird auf die Einkommensteuer berechnet, nicht auf das Einkommen.
- Bayern und Baden-Württemberg: 8 % der Einkommensteuer
- Alle anderen Bundesländer: 9 % der Einkommensteuer
Kirchensteuer lässt sich als Sonderausgabe in der Steuererklärung absetzen. Das mindert das zvE im Folgejahr.
Einkommensteuer berechnen – Formel nach § 32a EStG
Das Finanzamt rechnet nach festen Formeln. Für die Progressionszonen gelten Polynomialformeln, die den Steuersatz gleitend ansteigen lassen.
Vereinfacht für Zone 3 (17.006 bis 68.430 Euro):
Steuer = (192,59 × z + 2.397) × z + 966,53 z = (zvE minus 17.005) dividiert durch 10.000
Beispielrechnung bei 45.000 Euro zvE:
- z = (45.000 minus 17.005) / 10.000 = 2,7995
- Steuer = (192,59 × 2,7995 + 2.397) × 2,7995 + 966,53
- Einkommensteuer: ca. 9.135 Euro
- Effektiver Steuersatz: ca. 20,3 %
- Grenzsteuersatz: ca. 36,3 %
Wer diesen Rechenweg nicht manuell durchführen möchte, nutzt den Einkommensteuer-Rechner direkt.
Berechnungsschema Einkommensteuer
Das Finanzamt geht bei der Berechnung immer in derselben Reihenfolge vor.
- Alle Einkünfte aus den sieben Einkunftsarten addieren
- Verlustausgleich zwischen den Einkunftsarten
- Gesamtbetrag der Einkünfte ermitteln
- Sonderausgaben abziehen
- Außergewöhnliche Belastungen abziehen
- Kinderfreibeträge berücksichtigen
- Zu versteuerndes Einkommen ergibt sich
- Tarif nach § 32a EStG anwenden
- Soli und Kirchensteuer dazurechnen
- Lohnsteuer und andere Vorauszahlungen abziehen
- Festzusetzende Einkommensteuer ergibt Nachzahlung oder Erstattung
Dieses Schema gilt laut Bundesfinanzministerium für alle unbeschränkt Steuerpflichtigen in Deutschland.
Zusammenveranlagung und Ehegattensplitting
Ehepaare und eingetragene Lebenspartner können zusammen veranlagt werden. Das Splittingverfahren teilt das gemeinsame zvE durch zwei, berechnet die Steuer auf diesen Betrag und verdoppelt das Ergebnis.
Wann lohnt sich Splitting:
- Je größer der Einkommensunterschied, desto höher der Vorteil
- Bei gleich hohen Einkommen ist der Splitting-Vorteil null
- Alleinverdiener profitieren am meisten
Beispiel Splitting-Vorteil:
| Einkommen | Einzelveranlagung | Zusammenveranlagung | Ersparnis |
|---|---|---|---|
| 80.000 / 0 € | 22.018 € | 15.196 € | 6.822 € |
| 60.000 / 20.000 € | 18.642 € | 15.196 € | 3.446 € |
| 40.000 / 40.000 € | 12.392 € | 12.392 € | 0 € |
Einkommensteuervorauszahlung – Wer, Wann, Wie viel
Selbstständige, Freiberufler und Rentner mit Steuerpflicht müssen Vorauszahlungen leisten. Das Finanzamt setzt die Höhe auf Basis des Vorjahres fest.
Termine 2026:
- 10. März 2026
- Juni 2026
- September 2026
- Dezember 2026
Wer erwartet, dass das Einkommen sinkt, kann einen Antrag auf Herabsetzung stellen. Das vermeidet Liquiditätsabfluss und zinslosen Kredit ans Finanzamt.
Arbeitnehmer zahlen keine Vorauszahlungen, sofern sie keine Nebeneinkünfte über 410 Euro haben.
Einkommensteuer für Selbstständige und Freiberufler
Selbstständige zahlen Einkommensteuer auf ihren Gewinn, nicht auf den Umsatz. Gewinn ist Einnahmen minus Betriebsausgaben.
Was mindert den Gewinn:
- Bürokosten und Miete
- Fahrtkosten und Reisekosten
- Arbeitsmittel und Berufskleidung
- Fortbildungskosten
- Versicherungen mit betrieblichem Bezug
- Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter
Selbstständige mit Gewerbebetrieb zahlen zusätzlich Gewerbesteuer. Ab einem Gewerbeertrag von 24.500 Euro fällt sie an. Die gezahlte Gewerbesteuer kann in Höhe des 3,8-fachen Gewerbesteuermessbetrags auf die Einkommensteuer angerechnet werden.
Einkommensteuer für Rentner
Rentner zahlen nicht auf die volle Rente Steuern. Der steuerpflichtige Anteil hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab.
Besteuerungsanteil je Renteneintrittsjahrgang:
| Rentenbeginn | Besteuerungsanteil |
|---|---|
| 2005 | 50 % |
| 2010 | 60 % |
| 2020 | 80 % |
| 2040 und später | 100 % |
Der steuerfreie Teil wird als Rentenfreibetrag einmalig festgesetzt und bleibt lebenslang gleich. Er gilt in Euro, nicht in Prozent.
Viele Rentner liegen unter dem Grundfreibetrag und zahlen gar keine Einkommensteuer. Wer unsicher ist, ob er eine Steuererklärung abgeben muss, sollte beim Finanzamt nachfragen oder das kostenfreie Angebot der Lohnsteuerhilfevereine nutzen.
Einkommensteuer für Kleingewerbe und Kleinunternehmer
Kleinunternehmer sind von der Umsatzsteuer befreit, nicht aber von der Einkommensteuer. Jeder Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit ist einkommensteuerpflichtig.
Die Kleinunternehmerregelung gilt nur für die Umsatzsteuer. Das verwechseln viele.
Wer als Kleingewerbetreibender unter 24.500 Euro Gewerbeertrag bleibt, zahlt keine Gewerbesteuer. Einkommensteuer fällt trotzdem an, sobald das zvE den Grundfreibetrag übersteigt.
Einkommensteuer auf Sondereinkünfte
Mieteinnahmen
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind voll einkommensteuerpflichtig. Werbungskosten wie Reparaturkosten, Abschreibungen und Zinsen können dagegen gerechnet werden.
Der Hausverkauf ist nach 10 Jahren Haltedauer steuerfrei. Davor fällt Einkommensteuer auf den Gewinn an (Spekulationssteuer).
Kapitalerträge
Zinsen, Dividenden und Kursgewinne unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 %. Das Finanzamt prüft auf Antrag, ob der persönliche Einkommensteuersatz günstiger ist (Günstigerprüfung).
Progressionsvorbehalt
Elterngeld, Arbeitslosengeld und Kurzarbeitergeld sind selbst steuerfrei. Sie erhöhen aber den Steuersatz auf das restliche Einkommen. Das nennt sich Progressionsvorbehalt. Er kann zu einer Nachzahlung führen, auch wenn man ihn nicht erwartet.
Abfindungen
Abfindungen werden mit der Fünftelregelung besteuert. Ein Fünftel der Abfindung wird auf das Jahreseinkommen addiert. Die daraus entstehende Steuermehrbelastung wird fünffach angesetzt. Das mildert die progressive Besteuerung.
Einkommensteuer senken – Legale Wege
Wer mehr absetzt, zahlt weniger Steuern. Das ist kein Trick, sondern das Steuerrecht.
Arbeitnehmer können absetzen:
- Werbungskosten über 1.230 Euro (Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Fortbildung)
- Sonderausgaben (Riester, Krankenversicherung, Kirchensteuer)
- Handwerkerrechnungen (20 % von max. 6.000 Euro Arbeitskosten)
- Haushaltsnahe Dienstleistungen (20 % von max. 20.000 Euro)
Selbstständige können zusätzlich:
- Betriebsausgaben vollständig abziehen
- Abschreibungen nutzen
- Verlustvorträge in Folgejahre übertragen
- Investitionsabzugsbetrag (IAB) vorab abziehen
Einkommensteuer Fristen 2026
Die Abgabefrist hängt davon ab, ob man einen Steuerberater hat.
| Situation | Frist |
|---|---|
| Ohne Steuerberater | 31. Juli 2026 |
| Mit Steuerberater | 28. Februar 2027 |
| Pflichtveranlagung nachträglich | 4 Jahre rückwirkend |
Wer die Frist versäumt, riskiert einen Verspätungszuschlag. Er beträgt 0,25 % der festgesetzten Steuer pro Monat, mindestens 25 Euro.
Vorauszahlungen sind am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember fällig. Wer nicht pünktlich zahlt, zahlt Säumniszuschläge.
Einkommensteuer vs. andere Steuerarten
| Steuer | Wer zahlt | Worauf |
|---|---|---|
| Einkommensteuer | Natürliche Personen | Einkommen |
| Lohnsteuer | Arbeitnehmer (Vorauszahlung) | Arbeitslohn |
| Körperschaftsteuer | GmbH, AG | Gewinn der Gesellschaft |
| Gewerbesteuer | Gewerbetreibende | Gewerbeertrag |
| Umsatzsteuer | Unternehmer | Umsatz (wird weitergereicht) |
| Abgeltungssteuer | Kapitalanleger | Kapitalerträge |
Einzelunternehmer und Freiberufler zahlen keine Körperschaftsteuer. Sie zahlen Einkommensteuer auf den Gewinn. GmbH-Gesellschafter zahlen auf Ausschüttungen zusätzlich Abgeltungssteuer.
Häufige Fragen zur Einkommensteuer
Fazit
Der Einkommensteuer Rechner 2026 zeigt Steuerlast, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, effektiven Steuersatz und Grenzsteuersatz sofort. Splitting-Vergleich direkt integriert.
Einkommensteuer zu verstehen lohnt sich. Wer weiß, wie das zvE entsteht, kann gezielt sparen. Werbungskosten, Sonderausgaben und Vorsorgeaufwendungen sind die wichtigsten Stellschrauben.Weitere Finanz-Tools findest du in unserem Finanzbereich.
