🏦 Festgeldrechner: Zinsertrag einfach berechnen und Angebote vergleichen

Zinsertrag · Laufzeit in Monaten · mit oder ohne Zinseszins · Angebote vergleichen

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Hinweis: Der tatsächliche Zinssatz hängt von Bank und Marktlage ab. Dieser Rechner nutzt den von dir eingegebenen Wert zur Orientierung.
Festgeldrechner · rechneneinfach.de Mit & ohne Zinseszins · kostenlos

Ein größerer Betrag liegt auf dem Konto und soll für ein paar Jahre sicher angelegt werden. Genau hier kommt Festgeld ins Spiel.

Fester Zinssatz, feste Laufzeit, kein Kursrisiko. Mit einem Festgeldrechner lässt sich schnell klären, wie viel am Ende tatsächlich herauskommt.

In diesem Text lernst du, wie Festgeld funktioniert, was Zinsgutschrift bedeutet und worauf du beim Vergleich achten solltest. Am Ende weißt du genau, welche Laufzeit zu deinem Vorhaben passt.

Was ist Festgeld

Festgeld ist eine Geldanlage, bei der ein fester Betrag für einen vereinbarten Zeitraum angelegt wird. Der Zinssatz steht dabei von Anfang an fest.

Anlagebetrag, Zinssatz und Laufzeit einfach erklärt

Drei Werte bestimmen, wie viel am Ende dabei herauskommt.

  • Anlagebetrag: die einmalige Summe, die du einzahlst
  • Zinssatz: der jährliche Prozentsatz, den die Bank zusagt
  • Laufzeit: der Zeitraum, für den das Kapital gebunden bleibt

Legst du 10.000 Euro für ein Jahr bei 3 Prozent an, entstehen daraus 300 Euro Zinsen.

Festgeld und Termingeld, derselbe Begriff

Termingeld ist der Oberbegriff, Festgeld die bekannteste Form davon. Beide Begriffe werden in der Praxis meist synonym verwendet.

Wichtig ist nur das Prinzip dahinter, nicht die genaue Bezeichnung der Bank.

Festgeld von Tagesgeld unterscheiden

Beide Anlageformen dienen dem Sparen, funktionieren aber unterschiedlich. Der Unterschied liegt vor allem in Flexibilität und Zinssatz.

Zinssatz, fest statt variabel

Bei Festgeld bleibt der Zinssatz während der gesamten Laufzeit unverändert. Egal wie sich der Markt entwickelt, die Zusage der Bank gilt.

Beim Tagesgeld kann sich der Zinssatz dagegen jederzeit ändern, meist ohne Vorankündigung.

Verfügbarkeit des Kapitals während der Laufzeit

Festgeld bindet das Kapital für die vereinbarte Zeit, ein vorzeitiger Zugriff ist meist nicht vorgesehen. Tagesgeld bleibt dagegen täglich verfügbar.

  • Festgeld: fester Zinssatz, Kapital gebunden bis Laufzeitende
  • Tagesgeld: variabler Zinssatz, jederzeit verfügbar

Wer kurzfristig auf sein Geld zugreifen muss, ist mit Tagesgeld besser beraten.

Festgeldrechner nutzen, Zinsertrag berechnen

Mit wenigen Angaben lässt sich der Zinsertrag einer Festgeldanlage genau bestimmen. Drei Werte reichen dafür aus.

Anlagebetrag, Zinssatz und Laufzeit eingeben

Trage den geplanten Anlagebetrag, den angebotenen Zinssatz und die Laufzeit in Monaten ein. Festgeld wird meist in Monaten statt in Jahren angegeben.

Typische Laufzeiten liegen zwischen 3 und 60 Monaten, je nach Angebot der Bank.

Zinsertrag und Endkapital ablesen

Der Festgeldrechner zeigt anschließend den Zinsertrag sowie das Endkapital nach Ablauf der Laufzeit.

Bei 15.000 Euro Anlagebetrag, 3,2 Prozent Zinssatz und 24 Monaten Laufzeit ergibt das einen Zinsertrag von 960 Euro.

Das Endkapital liegt entsprechend bei 15.960 Euro, sofern die Zinsen erst am Ende ausgezahlt werden.

Zinsgutschrift, am Ende oder jährlich

Nicht jede Bank zahlt die Zinsen auf dieselbe Weise aus. Diese Wahl beeinflusst den tatsächlichen Ertrag spürbar.

Auszahlung am Ende der Laufzeit

Bei dieser Variante bleiben die Zinsen bis zum Laufzeitende unangetastet und werden dann in einer Summe ausgezahlt. Es entsteht kein Zinseszinseffekt.

Der Ertrag lässt sich hier besonders einfach im Voraus berechnen.

Jährliche Wiederanlage mit Zinseszinseffekt

Andere Banken schreiben die Zinsen jährlich gut und legen sie automatisch wieder mit an. Dadurch verzinsen sich auch die bereits erhaltenen Zinsen weiter, das nennt sich Zinseszinseffekt.

Wie sich dieser Effekt über viele Jahre und mit regelmäßigen Einzahlungen entwickelt, zeigt der Zinseszinsrechner im Detail..

Wie stark sich der Unterschied bei mehreren Jahren auswirkt

Bei kurzen Laufzeiten unter einem Jahr fällt der Unterschied kaum ins Gewicht. Bei mehrjährigen Anlagen wird er deutlich sichtbarer.

Bei 10.000 Euro und 3 Prozent über 2 Jahre ergeben sich ohne Zinseszins 600 Euro, mit jährlicher Wiederanlage dagegen 609 Euro.

Typische Laufzeiten bei Festgeld

Die Wahl der Laufzeit hängt stark davon ab, wie lange auf das Kapital verzichtet werden kann. Banken bieten dafür unterschiedliche Zeiträume an.

Kurze Laufzeiten, 3 bis 12 Monate

Diese Laufzeiten eignen sich für Geld, das mittelfristig wieder gebraucht wird. Die Zinssätze liegen hier meist etwas niedriger.

Ideal für alle, die sich noch nicht langfristig binden möchten.

Mittlere und lange Laufzeiten, bis zu 10 Jahre

Wer Kapital über mehrere Jahre entbehren kann, findet oft bessere Konditionen. Manche Banken bieten Laufzeiten von 2, 3, 5 oder sogar 10 Jahren an.

  • 3 bis 6 Monate: kurzfristig, hohe Flexibilität danach
  • 12 bis 24 Monate: klassischer Mittelweg
  • 3 bis 10 Jahre: langfristig, meist höhere Zinsen

Je länger die Bindung, desto wichtiger wird die Frage, ob das Geld wirklich so lange entbehrlich ist.

Warum längere Laufzeiten oft höhere Zinsen bieten

Zwischen Laufzeit und Zinssatz besteht meist ein klarer Zusammenhang. Ein Blick auf die Hintergründe hilft bei der Einordnung.

Die Zinsstrukturkurve einfach erklärt

Die Zinsstrukturkurve zeigt, wie sich kurzfristige und langfristige Zinsen zueinander verhalten. In der Regel liegen langfristige Zinsen über den kurzfristigen.

Banken zahlen für längere Kapitalbindung meist einen Aufschlag, da sie länger über das Geld verfügen können.

Zinsänderungsrisiko bei langer Kapitalbindung

Wer sich für 5 Jahre zu einem festen Zinssatz bindet, trägt das Risiko steigender Marktzinsen während dieser Zeit. Der vereinbarte Satz bleibt trotzdem bestehen.

Steigen die Zinsen später deutlich, lässt sich davon während der laufenden Bindung nicht profitieren.

Wenn kurze Laufzeiten ausnahmsweise mehr bringen

Manchmal liegen kurzfristige Zinsen sogar über den langfristigen. Das passiert, wenn der Markt mit sinkenden Zinsen in der Zukunft rechnet.

Diese Situation wird als inverse Zinsstrukturkurve bezeichnet und kommt eher selten vor.

Mit einer Zinstreppe flexibel bleiben

Wer sich nicht komplett festlegen möchte, kann sein Kapital gestaffelt anlegen. Diese Strategie nennt sich Zinstreppe.

Kapital auf mehrere Laufzeiten aufteilen

Statt den gesamten Betrag in eine einzige Laufzeit zu investieren, wird er auf mehrere unterschiedliche Laufzeiten verteilt.

So läuft jedes Jahr ein Teil des Kapitals aus und steht wieder zur Verfügung, ohne die gesamte Summe zu binden.

Rechenbeispiel für eine einfache Zinstreppe

Sollen insgesamt 40.000 Euro für 4 Jahre angelegt werden, lässt sich der Betrag vierteln.

  • 10.000 Euro mit 1 Jahr Laufzeit
  • 10.000 Euro mit 2 Jahren Laufzeit
  • 10.000 Euro mit 3 Jahren Laufzeit
  • 10.000 Euro mit 4 Jahren Laufzeit

Nach jedem Jahr wird ein Teilbetrag frei und kann neu angelegt oder anderweitig genutzt werden. So bleibt die Anlage insgesamt flexibler, ohne komplett auf die höheren Zinsen längerer Laufzeiten zu verzichten.

Angebote selbst vergleichen

Zinssätze unterscheiden sich von Bank zu Bank teils deutlich. Ein strukturierter Vergleich hilft, das passende Angebot zu finden.

Worauf es beim Vergleich wirklich ankommt

Der reine Zinssatz allein sagt noch nicht alles aus. Weitere Faktoren spielen bei der Entscheidung eine wichtige Rolle.

  • Zinssatz und Zinsgutschrift, am Ende oder jährlich
  • Laufzeit und mögliche Kündigungsbedingungen
  • Einlagensicherung des jeweiligen Landes
  • Mindest- und Höchstanlagebetrag

Eigene Zahlen im Rechner gegenüberstellen

Statt sich auf ständig wechselnde Live-Angebote zu verlassen, lassen sich selbst recherchierte Konditionen direkt gegenüberstellen.

Trägst du Zinssatz und Laufzeit von zwei oder drei Banken ein, zeigt der Festgeldrechner sofort, welches Angebot beim gleichen Anlagebetrag mehr Ertrag bringt.

So bleibt der Vergleich unabhängig von tagesaktuellen Zinsschwankungen und funktioniert mit den Zahlen, die du selbst recherchiert hast.

Abgeltungsteuer auf Festgeld-Zinsen

Zinserträge aus Festgeld bleiben nicht automatisch komplett steuerfrei. Ein fester Steuersatz greift ab einer bestimmten Höhe.

Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer

Auf Zinserträge aus Festgeld fallen pauschal 25 Prozent Abgeltungsteuer an. Hinzu kommen weitere Abgaben.

  • Abgeltungsteuer: 25 Prozent auf den zu versteuernden Zinsertrag
  • Solidaritätszuschlag: 5,5 Prozent, berechnet auf die Abgeltungsteuer selbst
  • Kirchensteuer: 8 oder 9 Prozent auf die Abgeltungsteuer, je nach Bundesland

Deutsche Banken führen diese Steuern in der Regel automatisch an das Finanzamt ab.

Sparerpauschbetrag berücksichtigen

Bis zu einem festen Freibetrag bleiben Zinserträge steuerfrei. Für Ledige gelten 1.000 Euro, für Ehepaare 2.000 Euro.

Wie sich Abgeltungsteuer und Sparerpauschbetrag im Detail berechnen, erklärt der Artikel zum Zinsrechner ausführlicher.

Festgeld im Ausland, Quellensteuer beachten

Wer Festgeld bei einer ausländischen Bank anlegt, sollte einen weiteren Punkt im Blick behalten. Neben der deutschen Steuer kann eine zusätzliche Abgabe anfallen.

Was Quellensteuer bedeutet

Manche Länder behalten bereits vor der Auszahlung einen Teil der Zinsen als Quellensteuer ein. Diese Steuer wird direkt im jeweiligen Land erhoben.

Die Höhe variiert stark, in einzelnen Ländern liegt sie bei 15 bis 20 Prozent der Zinserträge.

Doppelbesteuerungsabkommen kurz erklärt

Zwischen Deutschland und vielen Ländern bestehen Abkommen, die eine doppelte Besteuerung verhindern sollen. Die ausländische Quellensteuer lässt sich dann oft auf die deutsche Steuer anrechnen.

Bei manchen Ländern ist diese Anrechnung unkompliziert, bei anderen erfordert sie zusätzlichen Aufwand beim Finanzamt.

Einlagensicherung und Sicherheit von Festgeld

Festgeld gilt als risikoarme Anlageform, da keine Kursschwankungen auftreten. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die Absicherung im Hintergrund.

Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro

Innerhalb der EU sind Bankeinlagen gesetzlich bis 100.000 Euro pro Person und Bank abgesichert. Diese Grenze gilt unabhängig davon, in welchem EU-Land die Bank sitzt.

Bei höheren Summen lohnt sich eine Aufteilung auf mehrere Institute.

Länderrating und Bonität des Anbieterlandes

Die Einlagensicherung wird letztlich vom jeweiligen Staat garantiert. Deshalb spielt die Bonität des Landes eine Rolle, in dem die Bank ihren Sitz hat.

Ein gutes Länderrating spricht für eine stabilere Absicherung im Ernstfall, auch wenn die gesetzliche Grenze überall gleich bleibt.

Vor- und Nachteile von Festgeld

Wie jede Anlageform bringt auch Festgeld Stärken und Schwächen mit sich.

Vorteile:

  • Sehr geringes Risiko, keine Kursschwankungen
  • Fest kalkulierbarer Zinssatz über die gesamte Laufzeit
  • Einfache Handhabung ohne laufenden Verwaltungsaufwand

Nachteile:

  • Kapital während der Laufzeit nicht flexibel verfügbar
  • Kein regelmäßiges Besparen wie bei einem Sparplan möglich
  • Zinsänderungsrisiko bei langer Kapitalbindung

Festgeld eignet sich vor allem für Kapital, das mittelfristig sicher geparkt werden soll.

Typische Fehler bei der Festgeldanlage vermeiden

Manche Fehler tauchen bei der Festgeldanlage immer wieder auf. Ein Blick auf die häufigsten Stolperfallen hilft, sie künftig zu vermeiden.

  • Automatische Wiederanlage übersehen und ungewollt verlängert
  • Laufzeit wählen, ohne den eigenen Kapitalbedarf zu prüfen
  • Komplettes Vermögen anlegen, ohne Rücklage für Notfälle
  • Quellensteuer bei ausländischen Banken nicht einkalkuliert
  • Zinsgutschrift-Modus beim Vergleich verschiedener Angebote übersehen

Eine kurze Prüfung der Vertragsbedingungen deckt die meisten dieser Fehler frühzeitig auf.

Festgeldrechner von rechneneinfach.de nutzen

Nach der Theorie folgt die praktische Umsetzung. Wer schnell und sicher planen möchte, findet hier das passende Werkzeug.

Zinsertrag mit oder ohne Zinseszins berechnen

Der Festgeldrechner berechnet den Zinsertrag wahlweise mit Auszahlung am Ende oder mit jährlicher Wiederanlage. Die Laufzeit lässt sich direkt in Monaten eingeben.

Zusätzlich zeigt er auf Wunsch die Abgeltungsteuer und das Endkapital nach Steuern.

Eigene Angebote direkt im Rechner vergleichen

Im zweiten Bereich lassen sich bis zu drei selbst recherchierte Angebote gegenüberstellen. Der Festgeldrechner markiert automatisch die Variante mit dem höchsten Endkapital.

So bleibt der Vergleich unabhängig von Live-Daten und funktioniert mit den Zahlen, die tatsächlich für dich relevant sind.

Häufige Fragen

Für wen eignet sich Festgeld am besten?
Für alle, die Kapital mittelfristig sicher anlegen möchten und nicht laufend darauf zugreifen müssen.

Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Termingeld?
Keiner, Festgeld ist die gebräuchlichste Form von Termingeld, beide Begriffe meinen dasselbe Prinzip.

Wie funktioniert eine Zinstreppe bei Festgeld?
Das Kapital wird auf mehrere Laufzeiten verteilt, sodass jedes Jahr ein Teilbetrag verfügbar wird.

Welche Steuer fällt auf Festgeld-Zinsen an?
25 Prozent Abgeltungsteuer, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Kann man Festgeld vorzeitig kündigen?
In der Regel nicht ohne Weiteres, nur in Ausnahmefällen und häufig mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Fazit

Festgeld bietet eine planbare und risikoarme Möglichkeit, Kapital für einen festen Zeitraum anzulegen. Zinssatz und Laufzeit stehen dabei von Anfang an fest.

Wichtig bleibt die Wahl der Zinsgutschrift, denn zwischen Auszahlung am Ende und jährlicher Wiederanlage entsteht bei längeren Laufzeiten ein spürbarer Unterschied.

Für die schnelle Berechnung und den Vergleich eigener Angebote lohnt sich ein zuverlässiger Festgeldrechner. Er zeigt nicht nur den Zinsertrag, sondern auch, welches Angebot am Ende wirklich mehr bringt.