💼 TVöD Rechner 2026: Gehalt nach Entgeltgruppe berechnen
Gehalt im oeffentlichen Dienst nach Entgeltgruppe und Stufe berechnen
| EG | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| E 15UE | – | 8.579,92 | 9.481,28 | 10.335,24 | 10.904,59 | 11.037,37 |
| E 15 | 6.993,43 | 7.450,75 | 7.960,86 | 8.657,27 | 9.373,64 | 9.844,93 |
| E 14 | 6.357,92 | 6.772,02 | 7.312,81 | 7.912,94 | 8.581,88 | 9.062,14 |
| E 13 | 5.881,33 | 6.335,18 | 6.851,84 | 7.412,77 | 8.072,86 | 8.431,04 |
| E 12 | 5.298,84 | 5.821,09 | 6.431,40 | 7.108,58 | 7.903,20 | 8.280,22 |
| E 11 | 5.123,57 | 5.603,90 | 6.055,24 | 6.544,92 | 7.215,07 | 7.592,12 |
| E 10 | 4.949,44 | 5.325,79 | 5.753,63 | 6.217,64 | 6.734,34 | 6.904,02 |
| E 9c | 4.812,86 | 5.148,60 | 5.513,71 | 5.907,13 | 6.330,06 | 6.633,24 |
| E 9b | 4.535,81 | 4.846,81 | 5.044,27 | 5.628,66 | 5.974,93 | 6.376,04 |
| E 9a | 4.390,33 | 4.653,53 | 4.917,20 | 5.504,12 | 5.636,92 | 5.975,96 |
| E 8 | 4.183,68 | 4.436,75 | 4.612,03 | 4.790,88 | 4.984,20 | 5.077,16 |
| E 7 | 3.953,98 | 4.245,53 | 4.419,23 | 4.594,51 | 4.762,86 | 4.854,29 |
| E 6 | 3.888,36 | 4.128,30 | 4.296,55 | 4.463,06 | 4.626,60 | 4.711,44 |
| E 5 | 3.748,90 | 3.981,65 | 4.138,86 | 4.305,34 | 4.460,04 | 4.540,00 |
| E 4 | 3.593,00 | 3.828,54 | 4.026,17 | 4.149,19 | 4.272,20 | 4.344,24 |
| E 3 | 3.543,76 | 3.797,04 | 3.858,68 | 3.999,59 | 4.105,32 | 4.202,17 |
| E 2UE | 3.345,02 | 3.633,96 | 3.739,81 | 3.880,94 | 3.977,90 | 4.120,19 |
| E 2 | 3.321,05 | 3.570,38 | 3.632,54 | 3.721,25 | 3.916,22 | 4.120,19 |
| E 1 | – | 3.041,46 | 3.082,60 | 3.134,03 | 3.181,97 | 3.305,40 |
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Wer im öffentlichen Dienst arbeitet, will schnell wissen, was am Monatsende ankommt. Ein TVöD Rechner hilft dabei, das Gehalt nach Entgeltgruppe und Stufe in Sekunden zu ermitteln. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie die Berechnung funktioniert. Du erfährst, welche Unterschiede es zwischen VKA, Bund, SuE und Pflege gibt. Außerdem erklären wir Stufenlaufzeiten, Jahressonderzahlung und typische Gehaltsbeispiele nach Beruf.
Was ist der TVöD und für wen gilt er
Der TVöD ist der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen. Er regelt Gehalt, Arbeitszeit und weitere Arbeitsbedingungen für tarifbeschäftigte Angestellte.
Rund 2,7 Millionen Menschen arbeiten unter diesem Tarifvertrag. Das macht ihn zu einem der größten Flächentarifverträge in Deutschland.
Wichtig zur Abgrenzung: Beamte fallen nicht unter den TVöD. Für sie gilt eigenes Besoldungsrecht, keine Tarifverhandlung.
Ein weiterer Unterschied betrifft die Bundesländer. Für sie gilt meist TV-L, ein eigener Tarifvertrag mit teils abweichenden Tabellen.
Die Tarifverhandlungen führen mehrere Parteien gemeinsam:
- ver.di als größte Gewerkschaft im öffentlichen Dienst.
- GEW, IG BAU und GdP als weitere Gewerkschaften.
- Die VKA als Arbeitgeberverband der Kommunen.
- Das Bundesinnenministerium als Arbeitgeberseite beim Bund.
Die TVöD-Bereiche im Überblick
Der TVöD ist kein einheitliches System. Je nach Arbeitgeber und Berufsfeld gelten unterschiedliche Tabellen und Regeln.
TVöD-VKA für Kommunen
TVöD VKA gilt für Beschäftigte bei Städten, Gemeinden und kommunalen Einrichtungen. Dazu zählen Stadtverwaltungen, Kitas und kommunale Krankenhäuser.
Tarifpartner auf Arbeitgeberseite ist die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Sie verhandelt stellvertretend für alle kommunalen Arbeitgeber in Deutschland.
TVöD-Bund für Bundesbehörden
TVöD Bund gilt für Angestellte bei Bundesministerien, Bundesbehörden und bundesweiten Einrichtungen. Die Tabellen ähneln stark denen der Kommunen.
Trotzdem gibt es kleine Abweichungen bei einzelnen Entgeltgruppen. Besonders betroffen sind E15Ü sowie E9a bis E9c.
TVöD-SuE für Sozial- und Erziehungsdienst
TVöD-SuE gilt für Erzieher, Sozialpädagogen und Leitungen in Kitas und sozialen Einrichtungen. Dieser Bereich nutzt eigene S-Entgeltgruppen statt der normalen E-Gruppen.
Die S-Gruppen reichen von S2 bis S18. Sie bilden unterschiedliche Qualifikationsstufen im Sozial- und Erziehungsbereich ab.
TVöD-P für den Pflegebereich
TVöD-P gilt für Pflegekräfte in kommunalen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Die P-Gruppen reichen von P5 bis P16.
Zusätzlich zum normalen Tabellenentgelt erhalten Pflegekräfte eine monatliche Pflegezulage. Diese honoriert die besondere Belastung im Pflegealltag.
TVöD-S für Sparkassen und TVöD-K für Krankenhäuser
Sparkassen-Beschäftigte fallen unter TVöD-S, ein eigenständiger Tarifbereich mit besonderen Regeln. Statt der üblichen Jahressonderzahlung gibt es hier die Sparkassensonderzahlung.
TVöD-K gilt speziell für Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft. Die Grundstruktur ähnelt TVöD-VKA, mit einigen krankenhausspezifischen Sonderregelungen.
Entgeltgruppen im TVöD einfach erklärt
Die Entgeltgruppe bestimmt, wie viel jemand im öffentlichen Dienst verdient. Sie richtet sich nach Tätigkeit, Verantwortung und erforderlicher Qualifikation.
Insgesamt gibt es 15 Entgeltgruppen, von E1 bis E15. Je höher die Gruppe, desto anspruchsvoller die Aufgaben und desto höher das Gehalt.
Einige Gruppen haben Zwischenstufen für feinere Abstufungen:
- E9a, E9b und E9c für gehobene Sachbearbeitung mit unterschiedlicher Komplexität.
- E2Ü als Übergangsgruppe zwischen E2 und E3.
- E15Ü als höchste reguläre Stufe oberhalb von E15.
Die Zuordnung zur richtigen Entgeltgruppe erfolgt über sogenannte Tätigkeitsmerkmale. Diese beschreiben genau, welche Aufgaben und Qualifikationen für eine Gruppe nötig sind.
Ein Sachbearbeiter mit einfachen Aufgaben landet oft in E6 oder E7. Eine Position mit Hochschulabschluss und Führungsverantwortung erreicht dagegen häufig E12 oder E13.
Erfahrungsstufen und Stufenlaufzeiten
Neben der Entgeltgruppe bestimmt auch die Erfahrungsstufe das tatsächliche Gehalt. Anders als die Gruppe richtet sich die Stufe nach der Berufserfahrung.
Innerhalb jeder Entgeltgruppe gibt es bis zu sechs Stufen. Mit wachsender Erfahrung steigt man automatisch in die nächste Stufe auf.
Die Stufenlaufzeiten im Regelfall sehen so aus:
- Stufe 1 zu Stufe 2: nach einem Jahr.
- Stufe 2 zu Stufe 3: nach zwei weiteren Jahren.
- Stufe 3 zu Stufe 4: nach drei weiteren Jahren.
- Stufe 4 zu Stufe 5: nach vier weiteren Jahren.
- Stufe 5 zu Stufe 6: nach fünf weiteren Jahren.
Nicht jede Entgeltgruppe kennt alle sechs Stufen. E1 zum Beispiel beginnt erst bei Stufe 2, eine Stufe 1 gibt es dort nicht.
Auch E15Ü weicht ab: Bei VKA fehlt Stufe 1, beim Bund dagegen fehlt Stufe 6. Ein Blick in die Tabelle lohnt sich hier besonders.
Vordienstzeiten bei anderen TVöD-Arbeitgebern werden meist voll angerechnet. Das verkürzt den Weg zu höheren Stufen bei einem Arbeitgeberwechsel innerhalb des öffentlichen Dienstes.
Bei besonders guter Leistung ist zudem ein vorzeitiger Bewährungsaufstieg möglich. Der Arbeitgeber entscheidet darüber nach eigenem Ermessen im Einzelfall.
TVöD-Entgelttabelle 2026 im Detail
Die aktuelle Entgelttabelle gilt seit dem 1. Mai 2026. Sie basiert auf dem Tarifabschluss vom 6. April 2025.
Der Tarifvertrag läuft insgesamt 27 Monate, bis zum 31. März 2027. Danach steht die nächste Tarifrunde für Bund und Kommunen an.
Die vollständige Tabelle mit allen Entgeltgruppen und Stufen findest du im eingebetteten TVöD-Rechner weiter unten auf dieser Seite.
Unterschiede zwischen TVöD-VKA und TVöD-Bund
Die beiden Tabellen sind größtenteils identisch. Trotzdem gibt es einige Entgeltgruppen mit echten Abweichungen.
Betroffen sind vor allem:
- E15Ü, mit unterschiedlicher Stufenverfügbarkeit zwischen VKA und Bund.
- E9a, E9b und E9c, mit teils spürbar niedrigeren Bund-Werten.
- E2Ü Stufe 6 sowie E1 Stufe 2, mit kleineren Differenzen.
Ein Beispiel zeigt die Größenordnung: In E9a, Stufe 4, liegt der VKA-Wert bei 5.504,12 Euro. Beim Bund sind es zum Vergleich nur 5.035,62 Euro, also rund 468 Euro weniger im Monat.
TVöD Rechner nutzen, so funktioniert die Berechnung
Der TVöD-Rechner braucht nur wenige Angaben für ein zuverlässiges Ergebnis. Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten.
So gehst du vor:
- Entgeltgruppe auswählen, von E1 bis E15Ü.
- Erfahrungsstufe festlegen, je nach Berufserfahrung.
- Bereich wählen, VKA für Kommunen oder Bund.
- Bei Teilzeit den Beschäftigungsumfang in Prozent eintragen.
Der Rechner zeigt dir sofort das monatliche Bruttogehalt sowie die Jahressonderzahlung. Wichtig zu wissen: Das Ergebnis ist ein Bruttowert, ohne Steuern und Sozialabgaben.
Für die tatsächliche Auszahlung auf dem Konto brauchst du zusätzlich eine Nettoberechnung. Nutze dafür unseren Brutto-Netto-Rechner, der Steuerklasse und Abgaben mit einbezieht.
Jahressonderzahlung im TVöD, das frühere Weihnachtsgeld
Die Jahressonderzahlung wird umgangssprachlich oft Weihnachtsgeld genannt. Rechtlich handelt es sich aber um eine tariflich geregelte Sonderzahlung, kein freiwilliges Geschenk.
Ab dem Jahr 2026 gelten neue, höhere Prozentsätze. Die genaue Höhe hängt vom Tarifbereich und der Entgeltgruppe ab.
Bei den Kommunen ist die Regel einfach:
- VKA zahlt einheitlich 85 Prozent für alle Entgeltgruppen.
Beim Bund ist die Staffelung etwas komplexer:
- E1 bis E8: 95 Prozent des durchschnittlichen Monatsentgelts.
- E9a bis E12: 90 Prozent des durchschnittlichen Monatsentgelts.
- E13 bis E15Ü: 75 Prozent des durchschnittlichen Monatsentgelts.
Berechnungsgrundlage ist der Durchschnitt der Monate Juli, August und September. Die Auszahlung erfolgt üblicherweise zusammen mit dem Novembergehalt.
Neu ab 2026 ist ein Zeit-statt-Geld-Modell. Beschäftigte können einen Teil der Jahressonderzahlung in bis zu drei freie Tage umwandeln. Ausgenommen ist der Pflegebereich, der stattdessen eine höhere Auszahlung erhält.
TVöD Gehalt nach Entgeltgruppe, Beispielrechnungen
Reine Tabellenwerte sind oft schwer greifbar. Ein paar durchgerechnete Beispiele zeigen, was am Ende wirklich ankommt.
Entgeltgruppe 6, Stufe 3 (typisch für Verwaltungsfachangestellte):
Monatsgehalt VKA: 4.296,55 Euro. Jahressonderzahlung bei 85 Prozent: rund 3.652 Euro.
Entgeltgruppe 9b, Stufe 3 (typisch für qualifizierte Sachbearbeitung):
Monatsgehalt VKA: 5.044,27 Euro. Jahressonderzahlung bei 85 Prozent: rund 4.288 Euro.
Entgeltgruppe 11, Stufe 4 (typisch für anspruchsvolle Fachaufgaben):
Monatsgehalt VKA: 6.544,92 Euro. Jahressonderzahlung bei 85 Prozent: rund 5.563 Euro.
Entgeltgruppe 13, Stufe 3 (typisch für akademische Berufe, Ingenieure):
Monatsgehalt VKA: 6.851,84 Euro. Jahressonderzahlung bei 85 Prozent: rund 5.824 Euro.
Für eine genaue Berechnung mit deiner eigenen Stufe und deinem Tarifbereich nutze den TVöD-Rechner oben auf dieser Seite.
TVöD-SuE Gehalt für Erzieher und Sozialpädagogen
Der Sozial- und Erziehungsdienst hat eine eigene Gehaltsstruktur. Die S-Entgeltgruppen reichen von S2 bis S18.
Erzieherinnen mit abgeschlossener Ausbildung landen meist in S8a. Sozialpädagoginnen mit Hochschulabschluss erreichen häufig höhere Gruppen wie S11b oder S12.
Ein Beispiel für S8a mit mehrjähriger Erfahrung zeigt ein Monatsgehalt im Bereich von etwa 3.800 bis 4.200 Euro, je nach Stufe.
Zusätzlich zum Tabellenentgelt gibt es im SuE-Bereich zwei Besonderheiten:
- Regenerationstage: bis zu zwei bezahlte freie Tage pro Jahr als Ausgleich.
- SuE-Zulage: eine separate Zulage neben dem normalen Tabellenentgelt.
Beide Regelungen erkennen die besondere psychische und körperliche Belastung im Erziehungsdienst an.
TVöD-Pflege Gehalt und Pflegezulage
Im Pflegebereich gelten eigene P-Entgeltgruppen, von P5 bis P16. Sie bilden unterschiedliche Qualifikationsstufen in der Pflege ab.
Zusätzlich zum Tabellenentgelt zahlen Arbeitgeber eine monatliche Pflegezulage. Diese liegt aktuell bei 141,82 Euro und wird unabhängig von der Stufe gezahlt.
Ein weiterer Vorteil betrifft die Jahressonderzahlung: Beschäftigte in P5 bis P8 erhalten ab 2026 sogar 90 Prozent statt der sonst üblichen 85 Prozent.
Auch bei den Zuschlägen gibt es Verbesserungen. Die Schichtzulage im Krankenhausbereich steigt auf 250 Euro monatlich, deutlich mehr als in anderen Bereichen.
Teilzeit im TVöD berechnen
Teilzeitarbeit ist im öffentlichen Dienst weit verbreitet. Das Tabellenentgelt wird dabei einfach anteilig zum Beschäftigungsumfang berechnet.
Ein Beispiel: Bei einer halben Stelle in E6, Stufe 3, halbiert sich das Monatsgehalt von 4.296,55 Euro auf 2.148,28 Euro.
Wichtig zu wissen:
- Auch die Jahressonderzahlung wird anteilig zur Teilzeitquote berechnet.
- Der Urlaubsanspruch bleibt in Tagen gleich, nicht in Stunden.
- Vordienstzeiten zählen unabhängig vom Beschäftigungsumfang voll.
Für die genaue Berechnung mit deinem persönlichen Teilzeitanteil gib den Prozentsatz direkt in den TVöD-Rechner ein.
Regionale Unterschiede beim TVöD
Die Tabellenwerte im TVöD gelten bundesweit einheitlich. Ein Sachbearbeiter in Bayern verdient in derselben Entgeltgruppe genauso viel wie einer in Hessen.
Häufige Suchanfragen nach Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Bayern betreffen meist nicht die Höhe des Gehalts. Sie zielen eher auf die Zuständigkeit des jeweiligen Arbeitgebers ab.
Ein weiterer Punkt: Die frühere Trennung zwischen Ost und West ist im TVöD seit vielen Jahren aufgehoben. Beschäftigte werden unabhängig vom Standort gleich bezahlt.
Zulagen und Zuschläge im TVöD
Neben dem Tabellenentgelt gibt es im TVöD verschiedene Zulagen für besondere Arbeitsbedingungen.
Die wichtigsten Zuschläge seit Juli 2025:
- Schichtzulage: 100 Euro monatlich für ständige Schichtarbeit.
- Wechselschichtzulage: 200 Euro monatlich für wechselnde Schichten.
- Krankenhaus-Schichtzulage: 250 Euro monatlich, höher als in anderen Bereichen.
Rufbereitschaft wird separat vergütet, meist als prozentualer Anteil des Stundenlohns plus tatsächlicher Einsatzzeit. Die genaue Höhe hängt vom individuellen Arbeitsvertrag ab.
Bei Arbeit an gesetzlichen Feiertagen kommt zusätzlich ein Feiertagszuschlag hinzu. Dieser wird prozentual auf das reguläre Stundenentgelt aufgeschlagen.
Krankengeldzuschuss im TVöD
Nach Ende der sechswöchigen Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall zahlt die Krankenkasse Krankengeld. Der TVöD sieht zusätzlich einen Krankengeldzuschuss vom Arbeitgeber vor.
Dieser Zuschuss gleicht die Differenz zwischen Krankengeld und bisherigem Nettoentgelt teilweise aus. Die genaue Dauer hängt von der Betriebszugehörigkeit ab.
Je länger jemand beim selben Arbeitgeber beschäftigt ist, desto länger läuft in der Regel der Anspruch auf diesen Zuschuss.
Höhergruppierung und Stufenaufstieg im TVöD
Eine Höhergruppierung bedeutet den Wechsel in eine höhere Entgeltgruppe. Das passiert meist bei neuen, anspruchsvolleren Aufgaben oder einer Beförderung.
Bei einer Überleitung in eine höhere Gruppe wird die neue Stufe so festgelegt, dass das Gehalt nicht sinkt. Meist landet man in der nächsthöheren Stufe mit vergleichbarem Betrag.
Ein Stufenaufstieg innerhalb derselben Entgeltgruppe läuft dagegen automatisch, sobald die jeweilige Stufenlaufzeit erreicht ist.
Minijob und geringfügige Beschäftigung im öffentlichen Dienst
Minijobs im öffentlichen Dienst sind eher die Ausnahme als die Regel. Die regulären TVöD-Entgeltgruppen sind auf reguläre Beschäftigungsverhältnisse ausgelegt.
Bei geringfügiger Beschäftigung greifen oft abweichende, vereinfachte Vergütungsregelungen statt der vollen Entgelttabelle. Details dazu klärt am besten der jeweilige Arbeitgeber direkt.
Sonderurlaub und Urlaubsanspruch im TVöD
Der reguläre Erholungsurlaub im TVöD beträgt 30 Tage bei einer Fünf-Tage-Woche. Das gilt unabhängig von der Entgeltgruppe.
Ab dem Jahr 2027 kommt ein zusätzlicher Urlaubstag für alle Beschäftigten hinzu. Diese Verbesserung wurde im Rahmen der Tarifrunde 2025 vereinbart.
Zusätzlich gibt es Sonderurlaub bei bestimmten persönlichen Anlässen, etwa Eheschließung, Umzug aus dienstlichen Gründen oder schwere Erkrankung naher Angehöriger. Die genauen Anlässe und die Dauer regelt der Tarifvertrag im Detail.
Tarifentwicklung und aktuelle Änderungen im TVöD
Die Tarifrunde 2025 brachte spürbare Verbesserungen für Beschäftigte bei Bund und Kommunen. Die Einigung erfolgte in zwei Erhöhungsstufen.
Die erste Stufe trat zum 1. April 2025 in Kraft, mit einem Plus von 3 Prozent. Mindestens jedoch stiegen die Gehälter um 110 Euro monatlich.
Die zweite Stufe folgte zum 1. Mai 2026, mit einer weiteren Erhöhung um 2,8 Prozent für alle Entgeltgruppen.
Besonders in unteren Entgeltgruppen wirkte sich der Mindestbetrag von 110 Euro überproportional aus. Dort lagen die Steigerungen zeitweise bei bis zu 4,67 Prozent.
Die nächste Tarifrunde steht nach Ablauf der aktuellen Laufzeit im März 2027 an. Themen wie Arbeitszeit und weitere Entlastungen dürften erneut zur Sprache kommen.
TVöD Rechenbeispiele nach Beruf
Konkrete Berufsbeispiele machen die Tabellenwerte greifbarer. Hier vier typische Fälle aus der Praxis.
Erzieherin, S8a, mehrjährige Erfahrung:
Monatsgehalt um die 4.000 Euro, je nach genauer Stufe und Bundesland.
Sachbearbeiter, E9b, Stufe 3, Kommunalverwaltung:
Monatsgehalt VKA: 5.044,27 Euro, klassischer Fall gehobener Sachbearbeitung.
Bauingenieurin, E12, Stufe 4, mit Projektverantwortung:
Monatsgehalt VKA: 7.108,58 Euro, typisch für technische Fachkräfte mit Verantwortung.
Pflegekraft, P7, mit Pflegezulage:
Tabellenentgelt plus 141,82 Euro monatliche Pflegezulage obendrauf.
Für deinen eigenen Fall lohnt sich immer die individuelle Berechnung mit dem TVöD-Rechner oben.
Häufige Fehler bei der TVöD-Gehaltsberechnung
Bei der eigenen Berechnung schleichen sich häufig dieselben Fehler ein.
- Verwechslung von VKA- und Bund-Tabelle, besonders bei E9a bis E9c.
- Vergessene Teilzeitquote, was zu einem zu hohen Monatsgehalt führt.
- Falsche Annahme, dass jede Entgeltgruppe alle sechs Stufen besitzt.
- Verwechslung der Jahressonderzahlung mit dem Urlaubsgeld der Privatwirtschaft, das nach anderen Regeln funktioniert.
Ein kurzer Blick in die Entgelttabelle vor der Berechnung beugt den meisten dieser Fehler vor.
TVöD Rechner nutzen
Der eingebettete TVöD-Rechner deckt sowohl Bund als auch VKA in einem Tool ab. Entgeltgruppe, Stufe und Teilzeitanteil verrechnet er automatisch.
Für die vollständige finanzielle Planung lohnen sich zwei weitere Rechner:
- Der Brutto-Netto-Rechner für die tatsächliche Auszahlung nach Steuern und Abgaben.
- Der Gehaltserhöhung-Rechner für die Berechnung künftiger Tarifsteigerungen.
- Der Kündigungsfrist-Rechner bei einem geplanten Arbeitgeberwechsel.
Weitere passende Rechner rund um Gehalt, Steuern und Finanzen findest du gesammelt in unserer Finanzen-Übersicht.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen TVöD-VKA und TVöD-Bund genau?
Beide Tabellen sind größtenteils gleich. Abweichungen gibt es vor allem bei E15Ü und den Gruppen E9a bis E9c.
Wie hoch ist die Jahressonderzahlung im TVöD im Jahr 2026?
Bei VKA einheitlich 85 Prozent. Beim Bund gestaffelt zwischen 75 und 95 Prozent, je nach Entgeltgruppe.
Wie lange dauert es bis zur nächsten Erfahrungsstufe im TVöD?
Im Regelfall zwischen einem und fünf Jahren, abhängig von der aktuellen Stufe.
Was verdient man in Entgeltgruppe 9b nach TVöD ungefähr?
In Stufe 3 liegt das Monatsgehalt bei VKA bei 5.044,27 Euro brutto.
Wie wird Teilzeit bei der TVöD-Gehaltsberechnung berücksichtigt?
Das Tabellenentgelt wird anteilig zum Beschäftigungsumfang in Prozent berechnet.
Gilt der TVöD auch für Beamte im öffentlichen Dienst?
Nein. Für Beamte gilt eigenes Besoldungsrecht, kein Tarifvertrag wie der TVöD.
Was ist der Unterschied zwischen TVöD und TV-L für Länder?
TV-L ist ein eigener Tarifvertrag für Bundesländer, mit teils abweichenden Tabellen.
Wie berechnet sich das Gehalt im Sozial- und Erziehungsdienst?
Über eigene S-Entgeltgruppen von S2 bis S18, zusätzlich zur normalen SuE-Zulage.
Fazit
Der TVöD Rechner nimmt dir die manuelle Suche in langen Tabellen ab. Mit Entgeltgruppe, Stufe und Bereich erhältst du sofort ein verlässliches Ergebnis.
Ergänze die Berechnung idealerweise mit dem Brutto-Netto-Rechner für die reale Auszahlung. So bekommst du ein vollständiges Bild deines Gehalts im öffentlichen Dienst.
