💳 Dispo Rechner – Dispozinsen und Überziehungszinsen berechnen
Dispozinsen & Überziehungszinsen berechnen · Dispo vs. Ratenkredit · aktuelle Zinssätze
| Kreditform | Zinssatz p.a. (Orientierung) |
|---|---|
| Tagesgeld (Guthabenzins) | ca. 2 – 3 % |
| Ratenkredit | ca. 6 – 8 % |
| Dispozins (Durchschnitt) | ca. 11,3 % (laut BaFin) |
| Günstige Direktbanken | ab ca. 7,5 % |
| Geduldete Überziehung | ca. 13 %, bis über 15 % |
Quelle: BaFin / Deutsche Bundesbank, Stand 2026. Der durchschnittliche Dispozins liegt bei rund 11,3 % p.a., die geduldete Überziehung bei rund 13 %. Die Spanne reicht je nach Bank von etwa 7,5 % bis über 15 %. Angaben ohne Gewähr.
Der Dispo ist ein flexibler Kreditrahmen auf dem Girokonto. Du kannst dein Konto bis zur vereinbarten Kreditlinie überziehen, ohne einen Antrag zu stellen. Dafür berechnet die Bank die Dispozinsen. Wer über die Kreditlinie hinausgeht, zahlt den noch höheren Zins für die geduldete Überziehung. Den genauen Satz deiner Bank findest du im Kontoauszug oder im Preis- und Leistungsverzeichnis.
Mit dem Dispo Rechner berechnest du deine Dispozinsen in wenigen Sekunden. Du gibst den überzogenen Betrag, den Zinssatz und die Tage ein. Der Rechner zeigt sofort, was dich die Kontoüberziehung kostet. Der Dispokredit gehört zu den teuersten Kreditformen überhaupt. Schon kleine Beträge im Minus summieren sich über die Zeit spürbar. Dieser Ratgeber erklärt die Formel, die aktuellen Zinssätze und die versteckten Kosten. Außerdem zeigt der Rechner, wie viel eine Umschuldung sparen kann.
Wie funktioniert der Dispo-Rechner?
Der Dispo Rechner deckt drei typische Fragen rund um die Kontoüberziehung ab. Jeder Reiter beantwortet eine davon direkt. Du wählst einfach den passenden Modus oben im Tool.
Dispozinsen aus Betrag, Zinssatz und Tagen berechnen
Der erste Modus ist der häufigste Anwendungsfall. Du kennst deinen Überziehungsbetrag und den Dispozinssatz deiner Bank. Zusätzlich gibst du die Anzahl der Tage im Minus ein. Der Rechner ermittelt daraus die genauen Zinskosten für diesen Zeitraum.
Geduldete Überziehung über die Kreditlinie
Manchmal reicht der vereinbarte Disporahmen nicht aus. Wer darüber hinaus ins Minus geht, nutzt die geduldete Überziehung. Für diesen Teil gilt ein höherer Zinssatz. Der Rechner trennt beide Beträge automatisch und rechnet sie getrennt ab.
Dispo mit einem Ratenkredit vergleichen
Der dritte Modus zeigt das größte Sparpotenzial. Er stellt die Kosten des Dispos einem Ratenkredit gegenüber. So siehst du auf einen Blick, wie viel eine Umschuldung im Jahr spart. Gerade bei dauerhaftem Minus lohnt sich dieser Vergleich fast immer.
Dispozinsen berechnen – Formel und Beispiel
Die Berechnung der Dispozinsen ist einfacher, als viele denken. Die Bank berechnet die Zinsen taggenau für jeden Euro im Minus. Entscheidend sind der Betrag, der Zinssatz und die Anzahl der Tage.
Die Formel für Dispozinsen
Für die Berechnung der Dispozinsen gilt eine klare Formel.
Dispozinsen = Betrag × Zinssatz × Tage ÷ (365 × 100)
Der Betrag ist die Summe im Minus. Der Zinssatz ist der jährliche Dispozins deiner Bank. Die Tage stehen für den Zeitraum der Überziehung. Viele Banken rechnen taggenau mit 365 Tagen im Jahr. Einige nutzen die deutsche Methode mit 360 Tagen.
Rechenbeispiel Schritt für Schritt
Ein Beispiel macht die Formel greifbar. Du überziehst dein Konto um 1.000 Euro. Der Dispozins deiner Bank beträgt 11,29 Prozent. Du bleibst 30 Tage im Minus.
Die Rechnung lautet: 1.000 × 11,29 × 30 ÷ 36.500 = 9,28 Euro. Für 30 Tage zahlst du also rund 9,28 Euro Zinsen. Bleibst du ein ganzes Jahr im Minus, summiert sich das auf 112,90 Euro. Schon dieses kleine Beispiel zeigt die hohen Kosten.
Warum der Zeitraum so wichtig ist
Der Zeitraum hat einen großen Einfluss auf die Kosten. Je länger das Konto im Minus steht, desto höher die Zinsen. Ein kurzer Engpass von wenigen Tagen bleibt überschaubar. Ein dauerhaftes Minus wird dagegen schnell teuer.
Ein weiterer Punkt ist die Verrechnung durch die Bank. Viele Banken buchen die Dispozinsen quartalsweise ab. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Zinseszinseffekt auf die Zinsen. Wer das Minus schnell ausgleicht, spart deshalb doppelt.
Wie hoch sind die Zinsen beim Dispokredit?
Der Dispokredit ist eine der teuersten Kreditformen am Markt. Die Zinssätze liegen deutlich über denen eines Ratenkredits. Ein Blick auf die aktuellen Werte lohnt sich für jeden Kontoinhaber.
Durchschnittlicher Dispozins in Deutschland
Der durchschnittliche Dispozins liegt laut BaFin bei rund 11,3 Prozent pro Jahr. Damit ist die Kontoüberziehung ausgesprochen teuer. Zum Vergleich liegt der Leitzins der Europäischen Zentralbank nur bei etwa 2 Prozent. Die Banken verlangen für den Dispo also ein Vielfaches ihrer eigenen Kosten.
Diese hohe Differenz ist eine Geschäftsentscheidung der Banken. Sie begründen den Zins mit dem Risiko und der Flexibilität. Ein Ratenkredit ist für dieselbe Summe meist deutlich günstiger.
Große Unterschiede zwischen den Banken
Der Dispozins ist nicht überall gleich hoch. Die Spanne zwischen den Banken ist enorm. Günstige Direktbanken bieten Sätze ab etwa 7,5 Prozent an. Manche regionale Filialbanken verlangen dagegen über 14 Prozent.
Jede Bank legt ihren Dispozins selbst fest. Personen mit guter Bonität bekommen dabei keinen besseren Satz. Die Bank kalkuliert stets mit einem einheitlichen Zinssatz für alle Kunden. Ein Wechsel zu einer günstigeren Bank kann sich deshalb lohnen.
Wo finde ich meinen Dispozinssatz?
Deinen persönlichen Dispozins musst du nicht schätzen. Er steht schwarz auf weiß in deinen Bankunterlagen. Am schnellsten findest du ihn an zwei Stellen.
Der erste Ort ist dein Kontoauszug. Dort weist die Bank den aktuellen Dispozins meist direkt aus. Der zweite Ort ist das Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank. Dieses Dokument findest du online oder in deiner Filiale. Mit dem genauen Satz liefert der Dispo-Rechner ein exaktes Ergebnis.
Dispokredit und geduldete Überziehung im Unterschied
Viele Menschen verwechseln zwei verschiedene Formen der Kontoüberziehung. Der eingeräumte Dispokredit und die geduldete Überziehung sind nicht dasselbe. Der Unterschied macht sich vor allem beim Zinssatz bemerkbar.
Der eingeräumte Dispositionskredit
Der Dispositionskredit wird bei der Kontoeröffnung vereinbart. Die Bank räumt dir einen festen Kreditrahmen ein. Bis zu dieser Grenze kannst du dein Konto jederzeit überziehen. Ein gesonderter Antrag ist dafür nicht nötig.
Die Höhe des Rahmens richtet sich meist nach dem Einkommen. Oft entspricht er zwei bis drei Monatsgehältern. Für die Nutzung gilt der vereinbarte Dispozins. Dieser Rahmen ist also kalkulierbar und planbar.
Die geduldete Überziehung
Die geduldete Überziehung beginnt jenseits des Disporahmens. Sie greift, wenn du über die vereinbarte Kreditlinie hinausgehst. Die Bank muss diese Buchung nicht ausführen, toleriert sie aber häufig. Eine feste Vereinbarung gibt es dafür nicht.
Dieser Fall wird von der Bank einzeln entschieden. Sie kann Zahlungen auch ablehnen, wenn der Rahmen überschritten ist. Für den überzogenen Teil gilt ein eigener, höherer Zinssatz.
Warum die Überziehung noch teurer ist
Die geduldete Überziehung ist die teuerste Variante der Kontoüberziehung. Laut BaFin liegt der Zins hier bei rund 13 Prozent pro Jahr. Einzelne Banken verlangen sogar bis zu 15 Prozent oder mehr.
Dieser Aufschlag liegt oft mehrere Prozentpunkte über dem normalen Dispozins. Der Grund ist das höhere Risiko für die Bank. Wer über den Rahmen hinaus im Minus ist, sollte schnell handeln. Der Dispo-Rechner trennt beide Zinssätze und zeigt die Gesamtkosten.
Dispo ablösen: Wann sich eine Umschuldung lohnt
Ein dauerhaftes Minus auf dem Konto ist teuer. Genau hier setzt die Umschuldung auf einen Ratenkredit an. Sie kann die Zinskosten deutlich senken.
Dispo gegen Ratenkredit rechnen
Ein Ratenkredit ist fast immer günstiger als der Dispo. Die Zinssätze liegen oft bei nur 6 bis 8 Prozent. Der Dispo kostet dagegen im Schnitt rund 11,3 Prozent.
Ein Beispiel zeigt das Sparpotenzial deutlich. Du stehst mit 2.000 Euro dauerhaft im Minus. Beim Dispozins von 11,3 Prozent zahlst du 226 Euro Zinsen im Jahr. Ein Ratenkredit zu 7 Prozent kostet nur 140 Euro pro Jahr. Die Ersparnis liegt in diesem Fall bei 86 Euro jährlich.
Der Vergleichsmodus im Rechner macht diese Differenz sichtbar. Du gibst deinen Betrag und beide Zinssätze ein. Sofort erscheint die mögliche Ersparnis pro Jahr.
So läuft eine Umschuldung ab
Eine Umschuldung ist unkomplizierter, als viele denken. Du nimmst einen Ratenkredit in Höhe deines Minus auf. Mit diesem Kredit gleichst du das überzogene Konto aus.
Danach zahlst du den Ratenkredit in festen monatlichen Raten zurück. Diese feste Rate schafft Planbarkeit und einen klaren Tilgungsplan. Wichtig ist ein Kredit ohne teure Zusatzkosten. Wie hoch deine monatliche Rate ausfällt, zeigt dir ein Kreditrechner.
Häufig gestellte Fragen
Wie berechne ich die Dispozinsen?
Die Dispozinsen ergeben sich aus Betrag, Zinssatz und Tagen. Die Formel lautet: Betrag × Zinssatz × Tage ÷ (365 × 100). Bei 1.000 Euro, 11,3 Prozent und 30 Tagen sind das rund 9,30 Euro. Der Dispo-Rechner übernimmt diese Berechnung automatisch.
Wie hoch ist der durchschnittliche Dispozins?
Der durchschnittliche Dispozins liegt laut BaFin bei rund 11,3 Prozent pro Jahr. Die Spanne reicht von etwa 7,5 Prozent bis über 14 Prozent. Günstige Direktbanken sind deutlich preiswerter als viele Filialbanken. Deinen genauen Satz findest du im Kontoauszug.
Was ist der Unterschied zwischen Dispo und geduldeter Überziehung?
Der Dispokredit ist ein vorab vereinbarter Kreditrahmen. Die geduldete Überziehung beginnt jenseits dieses Rahmens. Für die Überziehung gilt ein höherer Zinssatz von rund 13 Prozent. Sie ist damit die teuerste Form der Kontoüberziehung.
Wann werden die Dispozinsen abgebucht?
Die meisten Banken buchen die Dispozinsen quartalsweise ab. Die Abrechnung erfolgt also alle drei Monate. Durch diese Verrechnung entsteht ein zusätzlicher Zinseszinseffekt. Wer das Minus früher ausgleicht, senkt die Kosten.
Gibt es einen Dispokredit ohne Zinsen?
Einige Banken werben mit einem zinsfreien Dispo für kurze Zeiträume. Meist gilt dieser nur für wenige Tage oder kleine Beträge. Dauerhaft ist ein Dispo ohne Zinsen sehr selten. Ein genauer Blick in die Konditionen lohnt sich immer.
Wie kann ich meine Dispozinsen senken?
Der schnellste Weg ist der Ausgleich des Minus. Bei dauerhaftem Minus hilft eine Umschuldung auf einen Ratenkredit. Auch ein Wechsel zu einer günstigeren Bank senkt die Kosten. Ein Vergleich der Dispozinsen verschiedener Banken ist sinnvoll.
Fazit
Der Dispo Rechner zeigt dir schnell und genau deine Zinskosten. Du berechnest die Dispozinsen aus Betrag, Zinssatz und Tagen. Auch die teure geduldete Überziehung rechnet das Tool korrekt ab. So behältst du die Kosten deiner Kontoüberziehung jederzeit im Blick.
Der Dispokredit bleibt eine der teuersten Kreditformen überhaupt. Mit durchschnittlich rund 11,3 Prozent Zinsen ist er kein Dauerdarlehen. Für einen kurzen Engpass ist er praktisch und flexibel. Bei dauerhaftem Minus solltest du über eine Umschuldung nachdenken.
Nutze den Rechner, um deine persönliche Situation einzuschätzen. Vergleiche die Kosten des Dispos mit einem günstigeren Ratenkredit. So triffst du eine fundierte Entscheidung und sparst bares Geld.
