💰 Brutto Netto Rechner 2026: Wie viel bleibt netto von Ihrem Gehalt?
Lohnsteuer · Sozialabgaben · Soli · Kirchensteuer · GKV & PKV
Aktuell 2025 • Alle Steuerklassen| Klasse | Für wen geeignet | Besonderheit |
|---|---|---|
| I | Ledig, getrennt, verwitwet (ab 2. Jahr) | Standardklasse |
| II | Alleinerziehende | Entlastungsbetrag |
| III | Verheiratete (Besserverdiener) | Niedrigste Steuer |
| IV | Verheiratete (beide gleich) | Wie Klasse I |
| V | Verheiratete (Geringverdiener) | Höchste Steuer |
| VI | Zweitjob / weitere Beschäftigung | Kein Grundfreibetrag |
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Bruttogehalt eingeben, Steuerklasse wählen, auf Berechnen klicken. Dieser Brutto Netto Rechner zeigt sofort, was am Monatsende übrig bleibt. Das Ergebnis listet Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer und alle vier Sozialversicherungsbeiträge einzeln auf.
Der Rechner gilt für Arbeitnehmer in Deutschland mit Stand 2025. Er berücksichtigt gesetzliche und private Krankenversicherung, den GKV-Zusatzbeitrag und den Pflegeversicherungszuschlag für Kinderlose. Geben Sie optional einen Firmenwagen oder eine Einmalzahlung ein, um deren Auswirkung direkt zu sehen.
Tab 2 zeigt die Jahresübersicht. Tragen Sie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld ein, um den Jahresbonus in die Berechnung einzubeziehen. Tab 3 enthält die Sozialversicherungssätze 2025 und eine Übersicht aller sechs Steuerklassen.
Wie funktioniert der Brutto Netto Rechner?
Der Rechner subtrahiert alle gesetzlichen Abzüge vom Bruttogehalt. Was übrig bleibt, ist das Nettogehalt.
Nettogehalt = Bruttogehalt minus Lohnsteuer minus Soli minus Kirchensteuer minus Sozialabgaben
Kein einziger Abzug ist optional. Alle Arbeitnehmer zahlen die Sozialversicherungsbeiträge. Ob Kirchensteuer anfällt, hängt von der Religionszugehörigkeit ab. Soli zahlen seit 2021 nur noch Hochverdiener.
Die Formel: Von Brutto zu Netto
Das Bruttogehalt ist Ihr Gehalt vor allen Abzügen. Es steht im Arbeitsvertrag.
Das Nettogehalt ist der Betrag auf Ihrem Konto. Es kann je nach Steuerklasse, Kinderfreibeträgen und Krankenversicherungsart stark variieren.
Beispielrechnung:
Bruttogehalt: 3.500 Euro Lohnsteuer Steuerklasse I: ca. 488 Euro Soli: 0 Euro (unter Freigrenze) Krankenversicherung: ca. 256 Euro Rentenversicherung: ca. 325 Euro Arbeitslosenversicherung: ca. 46 Euro Pflegeversicherung: ca. 77 Euro Nettogehalt: ca. 2.308 Euro
Das sind rund 66 Prozent des Bruttos. Bei Steuerklasse III mit Partner fällt deutlich weniger Lohnsteuer an. Dann steigt das Netto auf rund 2.700 Euro.
Lohnsteuer: Der größte Posten
Die Lohnsteuer ist keine eigene Steuerart. Sie ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer. Der Arbeitgeber zieht sie direkt vom Gehalt ab und führt sie ans Finanzamt ab.
Die Höhe hängt vom Jahreseinkommen und der Steuerklasse ab. Der Eingangssteuersatz liegt bei 14 Prozent. Ab einem zu versteuernden Einkommen von etwa 66.000 Euro greift der Spitzensteuersatz von 42 Prozent.
Der Grundfreibetrag 2025 beträgt 12.096 Euro jährlich. Bis zu diesem Betrag fällt keine Lohnsteuer an. Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro reduziert das zu versteuernde Einkommen zusätzlich.
Kinderfreibeträge senken die Steuerlast weiter. Für jedes Kind beträgt der Freibetrag 2025 insgesamt 8.952 Euro jährlich.
Solidaritätszuschlag 2025
Der Soli fällt seit 2021 für die meisten Arbeitnehmer nicht mehr an. Die Freigrenze liegt bei einer Jahres-Lohnsteuer von 36.260 Euro.
Wer weniger Lohnsteuer zahlt, zahlt keinen Soli. Das trifft auf rund 90 Prozent der Arbeitnehmer zu. Nur bei sehr hohen Einkommen fällt er noch an, dann mit 5,5 Prozent der Lohnsteuer.
Es gibt eine Milderungszone. Wer knapp über der Freigrenze liegt, zahlt nicht sofort den vollen Satz. Der Rechner prüft das automatisch.
Kirchensteuer
Kirchensteuer zahlen nur Mitglieder einer anerkannten Religionsgemeinschaft. Ob Sie zahlen, hängt von Ihrer Kirchenmitgliedschaft ab, nicht vom Bundesland.
Der Steuersatz hängt allerdings vom Bundesland ab. In Bayern und Baden-Württemberg sind es 8 Prozent der Lohnsteuer. In allen anderen Bundesländern sind es 9 Prozent.
Bei einem Bruttogehalt von 3.500 Euro in Steuerklasse I und einem Kirchensteuersatz von 9 Prozent fallen rund 44 Euro Kirchensteuer monatlich an.
Sozialversicherungsbeiträge 2025
Arbeitnehmer zahlen immer die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge. Die andere Hälfte trägt der Arbeitgeber. Im Brutto-Netto-Rechner sehen Sie nur Ihren Anteil.
Krankenversicherung (GKV): 7,3 Prozent Basisbeitrag plus kassenindividueller Zusatzbeitrag. Der Durchschnitt liegt 2025 bei 1,7 Prozent. Insgesamt zahlen Arbeitnehmer also rund 9,0 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze beträgt 5.512,50 Euro monatlich.
Rentenversicherung: 9,3 Prozent für Arbeitnehmer. Die Bemessungsgrenze liegt bei 8.050 Euro monatlich.
Arbeitslosenversicherung: 1,3 Prozent. Gilt bis zur gleichen Grenze wie die Rentenversicherung.
Pflegeversicherung: 1,7 Prozent. Kinderlose zahlen einen Zuschlag von 0,6 Prozent, also insgesamt 2,3 Prozent.
Wer privat krankenversichert ist, zahlt keinen GKV-Beitrag. Stattdessen wird der private Beitrag direkt abgezogen.
Firmenwagen: Wie er das Netto senkt
Ein Firmenwagen erhöht das zu versteuernde Einkommen. Das senkt das Nettogehalt, auch wenn Sie den Wagen privat nutzen dürfen.
Bei der 1-Prozent-Regelung wird monatlich 1 Prozent des Listenpreises als geldwerter Vorteil angerechnet. Bei einem Fahrzeug mit einem Listenpreis von 40.000 Euro sind das 400 Euro zusätzlich pro Monat, auf die Lohnsteuer und Sozialabgaben fällig werden.
Das Nettogehalt sinkt dadurch je nach Steuerklasse um 150 bis 250 Euro monatlich. Der Brutto-Netto-Rechner zeigt im Firmenwagen-Feld genau diesen Effekt.
Betriebliche Altersvorsorge und Entgeltumwandlung
Wer Teile seines Bruttogehalts in eine betriebliche Altersvorsorge (BAV) umwandelt, zahlt auf diesen Teil keine Lohnsteuer und keine Sozialabgaben.
Bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze sind 2025 steuer- und sozialabgabenfrei. Das sind monatlich bis zu 322 Euro. Dieser Betrag fließt in die Altersvorsorge, erhöht aber nicht das aktuelle Nettogehalt.
Der Vorteil: Das Bruttogehalt sinkt steuerlich, das Nettogehalt sinkt aber weniger stark als der eingezahlte Betrag. Bei 200 Euro Entgeltumwandlung sinkt das Netto oft nur um 90 bis 120 Euro.
Betriebliche Altersvorsorge und Entgeltumwandlung
Wer Teile seines Bruttogehalts in eine betriebliche Altersvorsorge (BAV) umwandelt, zahlt auf diesen Teil keine Lohnsteuer und keine Sozialabgaben.
Bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze sind 2025 steuer- und sozialabgabenfrei. Das sind monatlich bis zu 322 Euro. Dieser Betrag fließt in die Altersvorsorge, erhöht aber nicht das aktuelle Nettogehalt.
Der Vorteil: Das Bruttogehalt sinkt steuerlich, das Nettogehalt sinkt aber weniger stark als der eingezahlte Betrag. Bei 200 Euro Entgeltumwandlung sinkt das Netto oft nur um 90 bis 120 Euro.
Einmalzahlungen und Weihnachtsgeld
Weihnachtsgeld, Boni und Prämien werden in dem Monat versteuert, in dem sie ausgezahlt werden. Der Jahresbonus erhöht die Lohnsteuer des betreffenden Monats erheblich.
Ein Weihnachtsgeld von 2.000 Euro brutto bedeutet nicht 2.000 Euro netto. Abhängig von Steuerklasse und Gesamtjahreseinkommen bleiben nach Abzügen rund 1.100 bis 1.500 Euro übrig.
Tab 2 des Brutto Netto Rechners berechnet den Jahresbonus direkt mit. Geben Sie Weihnachts- und Urlaubsgeld separat ein. Das Ergebnis zeigt das Jahresnetto inklusive aller Sonderzahlungen.
Typische Nettolöhne 2025 nach Bruttogehalt
Wer wissen möchte, was bei bestimmten Gehältern übrig bleibt, findet hier Orientierungswerte für Steuerklasse I, keine Kinder, GKV:
Bei 2.000 Euro brutto bleiben rund 1.460 Euro netto. Bei 2.500 Euro brutto bleiben rund 1.760 Euro netto. Bei 3.000 Euro brutto bleiben rund 2.040 Euro netto. Bei 3.500 Euro brutto bleiben rund 2.310 Euro netto. Bei 4.000 Euro brutto bleiben rund 2.580 Euro netto. Bei 5.000 Euro brutto bleiben rund 3.060 Euro netto.
Das Verhältnis verschlechtert sich mit steigendem Einkommen leicht, weil der Lohnsteuertarif progressiv ist. Der genaue Betrag hängt von Kirchensteuer, Kinderfreibeträgen und Krankenversicherung ab.
Häufige Fehler bei der Gehaltsplanung
Steuerklasse nach Heirat nicht ändern. Verheiratete behalten automatisch Steuerklasse IV. Wer auf Klasse III wechselt, zahlt weniger Lohnsteuer und hat sofort mehr Netto. Der Wechsel geht beim Finanzamt oder online über ELSTER.
Kinderfreibeträge vergessen. Jedes Kind senkt die Lohnsteuer. Wer Kinder hat, sollte prüfen, ob die Freibeträge im Lohnsteuerabzugsverfahren eingetragen sind.
GKV-Zusatzbeitrag falsch einschätzen. Der Zusatzbeitrag variiert je nach Krankenkasse. Manche Kassen verlangen nur 1,2 Prozent, andere fast 2,5 Prozent. Der Unterschied macht bei 3.500 Euro Brutto rund 23 Euro monatlich aus.
Firmenwagen unterschätzen. Viele Arbeitnehmer freuen sich über den Dienstwagen, rechnen aber nicht nach. Bei einem Listenpreis von 50.000 Euro sinkt das Netto je nach Steuerklasse um 200 bis 300 Euro monatlich.
Brutto mit Netto vergleichen. Bei Gehaltsvergleichen wird oft das Bruttogehalt verglichen. Die Nettodifferenz ist aufgrund der Progression bei höheren Gehältern deutlich kleiner als die Bruttodifferenz.
Häufige Fragen
Fazit
Dieser Brutto Netto Rechner zeigt alle Abzüge einzeln und erklärt, warum vom Bruttogehalt deutlich weniger übrig bleibt als erwartet. Geben Sie Ihre Daten ein und vergleichen Sie, wie Steuerklasse, Kirchensteuerpflicht oder ein Firmenwagen das Netto verändern.
Alle Berechnungen basieren auf den gesetzlichen Werten 2025. Die Ergebnisse sind Richtwerte. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber oder einen Steuerberater.
