🏥 PKV Rechner: Private Krankenversicherung berechnen und mit der GKV vergleichen

Private vs. gesetzliche Krankenversicherung vergleichen & PKV-Beitrag schätzen

⚠️ Wichtiger Hinweis: Der PKV-Orientierungswert basiert auf statistischen Durchschnittswerten nach Alter und Berufsgruppe. Tatsächliche PKV-Beiträge hängen von Gesundheitszustand, Vorerkrankungen und gewähltem Tarif ab und können stark abweichen. Für einen verbindlichen Vergleich empfiehlt sich eine unabhängige Beratung.
Deine Daten
💡 Der GKV-Beitrag wird exakt nach dem gesetzlichen Beitragssatz 2026 berechnet (14,6 % allgemein + Zusatzbeitrag). Beitragsbemessungsgrenze 2026: 66.150 €. Der PKV-Wert ist eine statistische Orientierung — kein Tarifangebot.
Gesetzliche KV (GKV)
Gesamtbeitrag / Monat
Private KV (PKV) ca.
Eigenanteil / Monat (geschätzt)
GKV-Berechnung (exakt)
Bruttoeinkommen (gedeckelt auf BBG)
Allgemeiner Beitragssatz (14,6 %)
Zusatzbeitrag (kassenindividuell)
Pflegepflichtversicherung (3,6 %)
GKV Gesamtbeitrag
Davon Arbeitgeberanteil (50 %)
GKV Eigenanteil (Arbeitnehmer)
PKV-Orientierung (geschätzt)
Alter (Eintrittsalter)
Leistungsumfang
Selbstbeteiligung
PKV-Bruttobeitrag (geschätzt)
Arbeitgeberzuschuss (bis 50 %, max. Deckel)
PKV Eigenanteil (ca.)
Zugangsprüfung 2026
💡 Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) 2026: 77.400 €. Angestellte müssen diesen Betrag regelmäßig überschreiten. Selbstständige und Beamte haben keine Einkommensgrenze für den PKV-Zugang.
Ergebnis im Detail
Berufsgruppe
Einkommensgrenze (JAEG 2026)
PKV-Zugangsberechtigung
Hinweis Vorerkrankungen
PKV-Beitrag im Alter schätzen
💡 PKV-Beiträge können bei Abweichung der tatsächlichen Leistungskosten um mehr als 5 % angepasst werden. Historisch stiegen PKV-Beiträge im Schnitt um 4–7 % jährlich. Beitragsentlastungstarife können diese Steigerung im Alter abfedern.
Beitragsentwicklung bis Rentenalter (67)
Beitrag heute
Beitrag in 10 Jahren (geschätzt)
Beitrag in 20 Jahren (geschätzt)
Beitrag bei Renteneintritt 67 (geschätzt)
Wichtig: Im Rentenalter kein AG-ZuschussVoller Beitrag selbst zahlen
💡 Beitragsentlastungstarif: Wer in jungen Jahren zusätzlich einen Beitragsentlastungstarif abschließt, bildet Kapitalrücklagen die im Alter den Beitrag reduzieren. Der Staat fördert das über steuerliche Abzugsfähigkeit. Diese Planung sollte früh beginnen.
GKV vs. PKV: Was im Alter gilt
Vergleich Rentenphase
GKV im RentenalterBeitrag aus Rente (anteilig)
PKV im RentenalterVoller Beitrag ohne AG-Zuschuss
Beitragsentlastungstarif (PKV)Senkt Beitrag im Alter planbar
Altersrückstellungen (gesetzlich)10 % Beitragszuschlag in Ansparphase
PKV-Sozialtarif (Netz)Pflichtangebot falls nicht mehr leistbar
PKV-Rechner · rechneneinfach.de
Schätzwerte — keine Beratung — Stand 2026

Ein 30-jähriger Angestellter mit 80.000 Euro Jahresbrutto zahlt in der GKV rund 665 Euro monatlichen Gesamtbeitrag. In der PKV liegt der Eigenanteil bei gut gesundheitlichem Zustand bei 150 bis 270 Euro. Der PKV Rechner oben berechnet deinen genauen GKV-Beitrag und stellt einen Orientierungswert für die private Krankenversicherung daneben, anonym und ohne Anmeldung.

PKV oder GKV: Was bestimmt den Beitrag?

Der wichtigste Unterschied zwischen GKV und PKV liegt in der Beitragslogik. In der GKV richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen, gedeckelt auf die Beitragsbemessungsgrenze 2026 von 66.150 Euro. Wer mehr verdient, zahlt trotzdem nicht mehr.

In der PKV spielt das Einkommen keine Rolle. Entscheidend sind Eintrittsalter, Gesundheitszustand und der gewählte Leistungsumfang. Wer mit 28 Jahren wechselt, zahlt dauerhaft weniger als jemand der mit 40 eintritt.

Ein weiterer Unterschied betrifft Familien. Die GKV bietet kostenfreie Familienversicherung für nicht berufstätige Partner und Kinder. In der PKV braucht jede Person einen eigenen Tarif mit einem eigenen Beitrag.

Wie der GKV-Beitrag genau berechnet wird

Der GKV-Beitrag setzt sich aus drei Teilen zusammen:

  • Allgemeiner Beitragssatz: 14,6 Prozent auf das Bruttoeinkommen, je 7,3 Prozent für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
  • Kassenindividueller Zusatzbeitrag 2026: Durchschnitt 1,7 Prozent, ebenfalls hälftig geteilt.
  • Pflegepflichtversicherung: 3,6 Prozent, davon 1,8 Prozent Arbeitgeberanteil.

Das Einkommen zählt nur bis zur BBG 2026 von 66.150 Euro. Wer 100.000 Euro verdient, zahlt denselben Höchstbeitrag wie jemand mit 66.150 Euro.

PKV-Rechner: Wer darf in die private Krankenversicherung wechseln?

Nicht jeder kann einfach in die PKV wechseln. Die Zugangsberechtigung hängt von der Berufsgruppe ab, geregelt in Paragraf 5 und Paragraf 6 SGB V.

  • Angestellte: Müssen die Jahresarbeitsentgeltgrenze 2026 von 77.400 Euro brutto dauerhaft überschreiten.
  • Selbstständige und Freiberufler: Können sich unabhängig vom Einkommen privat versichern.
  • Beamte und Beamtenanwärter: Wechseln in der Regel in die PKV, da der Dienstherr Beihilfe zahlt.
  • Studenten: Können sich bis zum 25. Lebensjahr oder bis zu 14 Hochschulsemestern PKV-versichern, oft zu günstigen Tarifen.

Achtung für Angestellte: Die JAEG muss dauerhaft überschritten werden. Wer in einem Jahr über die Grenze kommt, aber im nächsten darunter bleibt, ist wieder GKV-pflichtig.

PKV-Beitrag berechnen: Diese Faktoren fließen in den Rechner ein

Der monatliche PKV-Beitrag ergibt sich aus mehreren Faktoren, die jeder Versicherer individuell bewertet.

  • Eintrittsalter: Jünger eintreten bedeutet niedrigerer Grundbeitrag und bessere Altersrückstellungen.
  • Gesundheitsprüfung: Jede PKV prüft den Gesundheitszustand vor Vertragsabschluss. Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder Ablehnung führen.
  • Leistungsumfang: Chefarztbehandlung, Ein-Bett-Zimmer, Heilpraktiker und Sehhilfen erhöhen den Beitrag. Wer darauf verzichtet, spart monatlich.
  • Krankentagegeld: Optionale Leistung, die bei Arbeitsunfähigkeit ein Tagegeld zahlt. Für Selbstständige ohne Lohnfortzahlung besonders relevant.

Selbstbehalt: Wie viel Beitrag lässt sich damit sparen?

Der Selbstbehalt, auch Selbstbeteiligung genannt, ist der Betrag den du jährlich selbst für deine Arztkosten trägst. Je höher er ist, desto niedriger der Monatsbeitrag.

  • 300 Euro Selbstbehalt: Beitrag sinkt je nach Tarif um etwa 5 Prozent.
  • 600 Euro Selbstbehalt: Ersparnis liegt typischerweise bei 8 bis 12 Prozent.
  • 1.200 Euro Selbstbehalt: Ersparnis von 15 bis 20 Prozent, je nach Versicherer.

Wer selten zum Arzt geht, profitiert vom hohen Selbstbehalt. Chronisch Kranke zahlen mit hohem Selbstbehalt im Jahressaldo oft mehr. Die Beitragsrückerstattung (BRE) belohnt Leistungsfreiheit zusätzlich mit einem Teil des Jahresbeitrags zurück.

Arbeitgeberzuschuss zur PKV: Wie hoch ist er wirklich?

Angestellte mit PKV erhalten einen steuerfreien Arbeitgeberzuschuss. Wenige wissen, dass dieser Zuschuss dreifach begrenzt ist.

AG-Zuschuss = min(50 % des PKV-Beitrags, 508,56 €/Monat, AG-Anteil GKV)

In der Praxis bedeutet das: Wer einen PKV-Beitrag von 300 Euro hat, bekommt maximal 150 Euro Zuschuss. Wer 1.200 Euro zahlt, bekommt nicht 600, sondern höchstens 508,56 Euro. Dazu kommt die dritte Grenze: Der Zuschuss darf den GKV-Arbeitgeberanteil nicht übersteigen.

Selbstständige erhalten keinen Arbeitgeberzuschuss und tragen den vollen Beitrag selbst. Im Rechner kannst du die Berufsgruppe wechseln und den Unterschied sofort sehen. Beamte erhalten stattdessen Beihilfe vom Dienstherrn, die je nach Bundesland 50 bis 80 Prozent der Krankheitskosten abdeckt. Das macht PKV-Beihilfetarife für Beamte besonders günstig.

PKV-Beitrag im Alter: Was wirklich auf dich zukommt

Das ist die größte Schwäche der PKV, über die zu selten offen gesprochen wird. Beiträge steigen, weil das Krankheitsrisiko im Alter steigt und damit die tatsächlichen Leistungskosten.

Beitragsanpassungen (BAP) sind erlaubt, wenn die realen Kosten mehr als 5 Prozent vom kalkulierten Wert abweichen. Diese Anpassung muss ein unabhängiger Treuhänder genehmigen. Historisch stiegen PKV-Beiträge im Schnitt um 4 bis 7 Prozent pro Jahr.

Entscheidend im Rentenalter: Der Arbeitgeberzuschuss entfällt. Den vollen Beitrag zahlt der Rentner selbst aus der Rente. Tab 3 des PKV-Rechners zeigt, wie hoch dein Beitrag bei Renteneintritt voraussichtlich sein wird.

  • Altersrückstellungen: Gesetzlicher 10-Prozent-Zuschlag in der Ansparphase puffert Beitragssprünge teilweise ab.
  • Sozialtarif: Wer die PKV nicht mehr finanzieren kann, hat gesetzlichen Anspruch auf einen günstigen Sozialtarif.

Beitragsentlastungstarif: Früh einzahlen, im Alter sparen

Wer jung PKV-versichert ist, sollte den Beitragsentlastungstarif kennen. Er funktioniert wie ein interner Sparplan: Heute zahlt man etwas mehr, im Alter gibt es einen garantierten Zuschuss zum laufenden Beitrag.

Der Arbeitgeber kann sich bis zu 50 Prozent auch an diesem Zusatzbeitrag beteiligen. Je früher der Abschluss, desto mehr Kapital wächst über die Jahrzehnte. Versicherer müssen diesen Tarif anbieten. Die meisten aktiven PKV-Mitglieder nutzen ihn nicht.

PKV für Familien: Warum es keinen Paketpreis gibt

In der GKV sind nicht berufstätige Partner und Kinder kostenlos mitversichert. Den Familienvergleich kannst du direkt im PKV-Rechner oben durchrechnen. In der PKV gilt das nicht. Jedes Familienmitglied braucht einen eigenen Tarif mit eigenem Monatsbeitrag.

Kindertarife in der PKV sind günstiger als Erwachsenentarife, aber nicht kostenlos. Für Familien mit mehreren Kindern und einem Einkommen knapp über der JAEG ist die GKV in der Gesamtrechnung meist die günstigere Wahl. Bei einem gutverdienenden Alleinverdiener und gesunden Familienmitgliedern kann die PKV trotzdem vorteilhaft sein.

PKV-Beiträge und Steuern: Was sich absetzen lässt

PKV-Beiträge lassen sich als Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend machen. Der private Krankenversicherung Rechner oben berücksichtigt diesen Aspekt im Eigenanteil nicht. Absetzbar ist der sogenannte Basisbetrag, der dem Leistungsumfang der GKV entspricht.

Wer eine Beitragsvorauszahlung für bis zu drei Jahre leistet, kann die steuerliche Wirkung gezielt in ein Jahr bündeln. Das lohnt sich besonders, wenn in einem Jahr außergewöhnlich hohe Einkünfte anfallen. Der steuerfreie Arbeitgeberzuschuss mindert den abzugsfähigen Betrag nicht.

Häufige Fragen

Lohnt sich die PKV für mich?

Als Faustregel gilt: Für junge, gesunde Gutverdiener ohne Kinder ist die PKV oft günstiger als die GKV. Für Familien mit mehreren Kindern, Geringverdiener und Menschen mit Vorerkrankungen ist die GKV meist die bessere Wahl. Tab 1 des Rechners zeigt deinen persönlichen Vergleich direkt.

Was passiert mit meiner PKV bei Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit?

Der PKV-Beitrag bleibt bei Kurzarbeit konstant, der Arbeitgeberzuschuss sinkt wegen des niedrigeren Einkommens. Bei vollständiger Arbeitslosigkeit entfällt der Zuschuss ganz. Betroffene können in den Basistarif wechseln oder eine Anwartschaftsversicherung abschließen, um die PKV-Konditionen für eine Rückkehr zu sichern.

Kann ich von der PKV zurück in die GKV wechseln?

Ja, aber nicht ohne Weiteres. Angestellte können zurückwechseln, wenn ihr Einkommen dauerhaft unter die JAEG fällt oder bei Jobverlust. Selbstständige können nur zurück, wenn sie ein Angestelltenverhältnis aufnehmen. Ab 55 Jahren ist der Rückweg in die GKV für Selbstständige praktisch versperrt.

Was ist eine Anwartschaftsversicherung?

Eine Anwartschaftsversicherung sichert die einmal verhandelten PKV-Konditionen für eine Unterbrechung, zum Beispiel bei Elternzeit, Auslandsaufenthalt oder Arbeitslosigkeit. Man zahlt einen kleinen Beitrag und kann danach ohne erneute Gesundheitsprüfung in den alten Tarif zurückkehren.

Wie berechnet sich der Zuschuss zur PKV in der Rente?

Rentner mit PKV erhalten einen Zuschuss von der Rentenversicherung. Dieser beträgt seit 2023 die Hälfte des allgemeinen GKV-Beitragssatzes (7,3 Prozent) auf die Rente, jedoch höchstens die Hälfte des tatsächlichen PKV-Beitrags. Der Zuschuss ist begrenzt und deckt in den meisten Fällen nur einen Teil des Beitrags.

Fazit

Der PKV Rechner oben zeigt deinen GKV-Eigenanteil exakt und gibt einen Orientierungswert für die private Krankenversicherung. Drei Faktoren entscheiden: der Beitragsvergleich heute, der Arbeitgeberzuschuss als realer Eigenanteil und die Beitragsentwicklung im Alter. Für eine verbindliche Aussage ersetzt kein Rechner eine unabhängige Beratung mit vollständiger Gesundheitsprüfung.